Montag, 1. August 2016

1,4 Milliarden Projekt

Animation des Sassnitzers Jörg Nitschke
Sassnitz (SAS). 35 Kilometer vor Rügen soll bis 2019 der Offshore-Windpark "Arkona" in Betrieb gehen. Im "Westlichen Adlergrund" - bei einer Wassertiefe von 23 bis 37 Metern werden in den nächsten Jahren 60 Windkraftanlagen mit 6-Megawatt-Turbinen von Siemens für die Stomerzeugung aufgestellt.
SIXT France hat nun - nach einem Jahr Entwicklungsarbeit - mit dem Bau eines Umspannwerkes für das Offshore-Projekt von E.ON und Statoil begonnen.
Mitte des letzten Monats wurde zudem bekannt, dass die Projektzertifizierung - die die Inspektion von Fertigung, Transport, Installation und Inbetriebnahme des Parks umfasst - an die Firma DNV GL vergeben wurde. Sie unterstützt damit bereits den 14. deutschen Windpark in seiner Entstehung.
Obgleich Statoil - ein Konzern, der sich zu 2/3 im norwegischen Staatsbesitz befindet - zweitgrößter deutscher Gaslieferant ist und sein Chefvolkswirt, Eirik Wærness, gerade erst gegenüber der "Wirtschaftswoche" erklärte, dass Gas und Öl aus seiner Sicht nicht ersetzbar wären, investiert das Unternehmen - gemeinsam mit E.ON - 1,4 Milliarden Euro in den neuen Offshore-Windpark "Arkona".
Am 6. Juni 2011 hat das Bundeskabinett den stufenweisen Ausstieg aus der Kernenergie bis 2022 beschlossen. Deutschland ist damit das einzige Industrieland, dass einen so radikalen Bruch mit dem herkömmlichen Energiemix - hin zu erneuerbaren Energien - vollzieht. Doch die Herausforderungen liegen auch in den privaten Haushalten: Obwohl moderne Haushaltsgeräte immer weniger Energie verbrauchen, steigt der Stromverbrauch in Deutschland beharrlich an. Dabei werden auch Bereiche, die früher stromfrei betrieben werden konnten - wie Telefone - zukünftig durch die neuen IP-Anschlüsse nur noch mit zusätzlicher Energie betrieben werden können. An Smartphones, Tablets oder Internet war allerdings vor 25 Jahren in dieser Form nicht zu denken.
Außerdem plant die Bundesregierung bis 2020 etwa 1 Millionen Elektro-Autos auf die Straße zu bringen, die neben E-Bikes und weiteren Entwicklungen für mehr Mobilität je nach Antriebsart einer Aufladung bedürfen. Wichtig wird damit auch die sichere Versorgung, da ein Ausfall einem gesellschaftlichen K.O. gleichkommt.