Mittwoch, 17. Mai 2017

Aus dem Kulturausschuss...

Ausschussvorsitzender Norbert Benedict (SPD) mit den Unterschriftenlisten
Sassnitz. (SAS) Die heutige Ausschusssitzung wurde begleitet von der Übergabe des Offenen Briefes von Sassnitzer Eltern an die Stadtvertretung, den Bürgermeister und an den Stadtpräsidenten der Stadt Sassnitz. Die Sorge der Eltern haben 210 Bürger mit ihrer Unterschrift auf der beiliegenden
Unterschriftenliste geteilt. Es geht um die zukünftige Absicherung der Kinderbetreuung nach der Schule. Während der Herr Lehmann mit Worten dem Ansinnen der Eltern etwas Nachdruck verlieh, nahm der Vorsitzende des Ausschusses Norbert Benedict (SPD) die Sorgen sehr ernst und das Schreiben entgegen mit dem Versprechen sich aktiv der Sache anzunehmen. Die Situation ist den betroffenen Eltern und vielen Sassnitzern nicht ganz unbekannt...
 
Während es wohl an Räumlichkeiten weniger mangelt ist das Problem eigentlich ein personelles. Durch die derzeitige "Sassnitzer Umzugs-Challange" bedingt durch den permanenten Umzug sämtlicher beteiligter Kita´s und Schulen mit Umbau, Schließungen konnte die Situation bisher noch nicht endgültig gelöst werden. Man knobelt seitens der Stadt viel eher, ob man von Knotennetzplantechnik nicht viel lieber auf Vorgangnetzplantechnik umstellen sollte. (siehe Handskizze). Aber Spaß beiseite. Es geht um unsere Kinder. Und mit denen kann man schließlich in der Hortbetreuung kein Geld verdienen, so Insider.
 
Versuch einer Handskizze zur Situation
Durch die Schließung der Kita "An der Brücke" mussten die Kita " Kunterbunt" und Lütt Matten einige Kinder mehr aufnehmen. Von den angebotenen 80 Hortplätzen der Kita "Kunterbunt" verblieben somit nur noch ca. 40 Hortplätze. Und durch 2 dauerhafte krankheitsbedingte Ausfälle stimmt der Personalschlüssel nicht mehr. Was ist zu tun? Die Kita "8. März" will renovieren und die bereits geschlossene Kita "An der Brücke" für ein Jahr mietfrei nutzen. Dort zeitgleich auch Hortplätze anbieten, was wiederum löblich ist. Aber zu Lasten von Kitaplätzen geht. Dafür will man die Schulspeisung der Regional Schule in der Kita " An der Brücke" anbieten, weil die Schule ebenfalls Umbaumaßnahmen angehen will. Übrigens dürfen einige Schüler zeitweise wieder in die Mukraner Straße gehen. Parallel dazu muss an der Grundschule auch irgendwie renoviert werden. Fakt ist eins. Am 30. Mai ist eine neue Sitzung anberaumt und dann erfahren wir die Auflösung des Knotens.
 

Ein weiterer wichtiger Tagesordnungspunkt war die Information über den Sportplatz Dwasieden (Empor). Ein Gutachten hatte ergeben, dass ein Sportplatz (Turnhallen wurden hier ausgeklammert) für Sassnitz ausreichend sein würde. Deshalb solle dieser nach neuesten Maßstäben und Anforderungen beplant und anschließend präsentiert werden.
Die Sassnitzer werden sich dabei wohl weiterhin in Skepsis üben. Schon vor der Ankündigung konnte man in Sassnitz oft genug hören, dass die Planer sich dumm und dusselig verdienen würden, während es bei der Stadt nicht mal für die Investition reicht, um die Planung auf den Weg zu bringen. Mal ganz davon abgesehen, dass sie als Bürger meist keinen Schimmer hätten, von dem was da mal wieder passieren solle. Widerspruch fällt schwer - siehe Heimattiergarten...