Mittwoch, 28. Juni 2017

Forschung vor Anker

Das Forschungsschiff "Ludwig Prandtl" macht in Sassnitz fest (Foto: HZG)
Sassnitz (SAS). Einmal im Jahr präsentieren sich die Wissenschaftler des Helmholtz-Zentrums Geesthacht mit ihrer Arbeit entlang der Nord- oder Ostseeküste. So machen sie im diesem Jahr u.a. in den Häfen Sassnitz (Montag, den 3. Juli 2017 von 12-18 Uhr im Stadthafen) und Barth (Mittwoch, den 5. Juli 2017 von 12-18 Uhr) fest. Die pommersche Küste ist dabei für die Crew der
"Ludwig Prandtl" keineswegs ein unbekanntes Areal: Bereits im Jahre 2011 führte sie ihre Open-Ship-Tour von Stettin über Ueckermünde und Greifswald bis nach Stralsund.
 
Das wirft vielleicht auch die eine oder andere Frage an die Forscher auf: Wie wird denn eigentlich Küstenforschung betrieben? Oder: Wie werden die Daten gesammelt, genutzt und ausgewertet? Und nicht zuletzt: Wer war eigentlich der Namensgeber des Foschungsschiffes Ludwig Prandtl?
 
So viel sei bereits vorweggenommen: Das etwa 31 Meter lange Forschungsschiff wurde 1983 speziell für den Einsatz in Flachwasserbereichen gebaut. Es ist damit auch für die Forschung des Helmholtz-Zentrums Geesthacht in den Boddengewässern der Ostsee geeignet. Ein Blick in den Maschinenraum lohnt: Angetrieben wird es von zwei Zwölfzylinder-Viertakt-Dieselmotoren von MAN Truck & Bus. Zur Ausrüstung zählen u.a. ein hydraulischer Faltkran, eine Einleiterwinde und eine Schleppvorrichtung für Messgeräte.  
 
Auch können sich die Sassnitzer am Montag, den 3. Juli 2017, auf zwei Vorträge im Fischerei- und Hafenmuseum freuen. So wird Dr. Eduardo Zorita vom Institut für Küstenforschung des Helmholtz-Zentrums Geesthacht ab 19 Uhr zur Klimageschichte der Ostsee sprechen, während Manfred Kutscher vom Kreidemuseum Gummanz vom Wasser als Rügens Geburtshelfer erzählt.
 
Übrigens hat man auch zwei Tage später in Barth an ein Vortragsprogramm gedacht. Ab 19 Uhr spricht Dr. Marcus Reckermann im Schipperschuppen des Barther Hafens zur Ostseeküste im Klimawandel und wird von Lutz Storm, Ranger im Nationalparkamt Vorpommern, ergänzt.
 
 
Auf der Fahrt mit der "Ludwig Prandtl" (Foto: HZG / Gesa Seidel)