Dienstag, 13. Juni 2017

Nord Stream 2 - Was wird aus den Ackerflächen?

Wird dieses Feld zur Ausgleichsfläche?
Sassnitz. (SAS) Wie wir einer uns vorliegenden Pressemitteilung entnehmen, gab es eine Anfrage von der Direktkandidatin und Bundestagsabgeordneten Kerstin Kassner an die Bundesregierung.  Diese bezieht sich auf das Vorhaben Nordstream 2, dass als parallele Pipeline zu Nordstream, russisches Gas nach Deutschland transportieren soll.

Die Antworten hierzu liegen uns ebenfalls vor. Da wir zu den Beteiligungen deutsche Behörden an den Genehmigungsverfahren bereits berichtet haben, außerdem auch zu den Positionen in den zwischenstaatlichen Verhandlungen über das Projekt informierten, wenden wir uns nun nur den Antworten auf die noch offenen Fragen zu.

Die Nord Stream 2 AG ist – so die Bundesregierung – als Vorhabenträger der Pipeline Nordstream 2 gemäß den rechtlichen Vorgaben verpflichtet, die durch den Bau entstehenden Eingriffe in die Natur durch Ausgleichs – und Ersatzmaßnahmen zu kompensieren. Nach Kenntnis der Bundesregierung gibt es etwa 20 Optionen für Kompensationsmaßnahmen, die durch interne und externe Umweltexperten geprüft wurden. Ergebnis sind fünf Flächen der Suche, die als geeignet betrachtet worden seien und die auch in den Antragsunterlagen aufgeführt wären. Diese soll nun geprüft werden und wird Bestandteil des Erörterungstermins. Die Entscheidung darüber liege jedoch bei den Genehmigungsbehörden – wie dem Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH).
Bezüglich der davon betroffenen Ackerflächen mit hochwertigem Boden wäre der Kenntnisstand der Bundesregierung, dass die einzige Fläche die davon wohl betroffen ist, nicht mehr in die weitere Prüfung einbezogen würde. 
In Bezug auf bundeseigene Flächen, die von der BVVG verwaltet werden, prüft man derzeit, ob diese einen Beitrag für die Kompensationsmaßnahmen leisten können. Soweit die uns vorliegenden Antworten auf die Anfrage Kerstin Kassners.