Sonntag, 30. Juli 2017

Kandidat bemängelt Sorgfalt bei Ostsee-Zeitung

Statt 11 Direktkandidaten wurden nur 7 Direktkandidaten abgebildet
Sassnitz. (SAS) Die Seite 8 der Wochenendausgabe der "Ostsee-Zeitung" vom 29. Juli 2017 ist Gegenstand von Medienkritik seitens eines der Direktkandidaten für den Wahlkreis 15. Der Sassnitzer Karl-Heinz Schulze von der Marxistisch-Leninistischen Partei Deutschlands (MLPD) wies
in einer offenen Stellungnahme an den Chefredakteur der Ostsee-Zeitung, Andreas Ebel, darauf hin, dass die grafische Darstellung zu den Direktkandidaten, die im Wahlkreis "Vorpommern-Rügen Vorpommern-Greifswald 1" zugelassen sind, gleich mehr als einen Fehler enthielt.

Wie der Kreiswahlleiter Wolfgang Hirtschulz für den Bundestagswahlkreis 15 am 28. Juli 2017 in seiner öffentlichen Sitzung bekanntgab, sind letztlich folgende Kreiswahlvorschläge für die Direktwahl zum Bundestag am 24. September 2017 zugelassen worden:

1.) Dr. Angela Dorothea Merkel (CDU)
2.) Karin Kerstin Kassner (Die Linke)
3.) Sonja Amalie Steffen (SPD)
4.) Leif-Erik Holm (AfD)
5.) Claudia Müller (Bündnis 90 / Die Grünen)
6.) Udo Pastörs (NPD)
7.) Patrick Meinhardt (FDP)
8.) Dr. Armin Lienhard Pagel (Freie Wähler)
9.) Karl-Heinz Schulze (MLPD)
10.) Robert Gabel (Tierschutzpartei)
11.) Georg Friedrich Alexander Tschammer-Osten (Papa Schorschi "Follow me")

Damit fehlen auf der grafischen Darstellung der Direktkandidaten im Land beim Wahlkreis 15 (siehe Foto oben) insgesamt 4 weitere Bewerber. Das gab nun den Auslöser für die eingangs geschilderte Medienkritik des Direktkandidaten, der hierin einen Verstoß gegen die gebotene Überparteilichkeit der Medien als gegeben und außerdem auch die notwendige Chancengleichheit berührt sieht.

Zweifellos wurde im konkret vorliegenden Fall die journalistische Sorgfaltspflicht, eines der publizistischen Grundsätze, durch die Ostsee-Zeitung vernachlässigt. Diese besagt, dass alle Nachrichten vor ihrer Veröffentlichung auf Herkunft, Inhalt und Wahrheitsgehalt überprüft werden müssen und nicht sinnverzerrt oder verfälscht dargestellt werden dürfen. Die Kritik des Direktkandidaten Karl-Heinz Schulze (MLPD) ist also berechtigt, zumal sie auch die Chancengleichheit weiterer Kandidaten betrifft.