Montag, 31. Juli 2017

Tag der Seenotretter: 30 Einsätze in 3½ Stunden

Nach schweren Gewittern über Hiddensee bringt das Tochterboot des
Seenotkreuzers "Theo Fischer" die rettende Schleppleine (Foto: DGzRS)
Sassnitz. (SAS) So etwas gab es wohl lange nicht bei den Seenotrettern: Am Sonntag, den 30. Juli 2017, gab es 30 Einsätze in dreieinhalb Stunden zwischen Fischland und Rügen. Davon wurde das Seenotrettungsboot "Nausikaa" der Station Vitte auf Hiddensee schon sieben Mal alarmiert. Grund
waren starke Gewitterböen, die mit Regen und Hagel über die Inseln Hiddensee und Rügen zogen, so dass zeitweise praktisch keine Sicht mehr herrschte. Dabei war eine Sturmbö so stark, dass sogar das Fahrgastschiff "Hansestadt Stralsund" mit 84 Personen an Bord um 50 Meter versetzt wurde und fest saß - ausgerechnet an der schmalsten des Hiddenseefahrwassers. Doch es konnte wieder freigeschleppt werden.
 
Auch die Vitter Freiwilligenbesatzung hatte alle Hände voll zu tun. Sie konnten einen Jollensegler gerettet, der durch die Sturmböen gekentert war. Gleiches passierte einem weiteren Jollensegler. Das Schiff war jedoch von einem weiteren Segler gerettet worden, bevor die "Nausikaa" hier auch vor Ort war.
 
Auch westlich von Hiddensee mussten zwei größere Segelyachten nach Gewitterböen durch den Seenotrettungskreuzer "Theo Fischer" freigeschleppt werden. Damit brachte das Wetter auch die Abläufe am "Tag der Seenotretter" tüchtig durcheinander. Vielen Seenotrettern blieb nur die Unterbrechung der bereits laufenden Veranstaltungen.