Mittwoch, 30. August 2017

Rungehaus wiedereröffnet

Eingang zum Rungehaus (Foto: Stadt Wolgast)
Wolgast (SAS). Wer von deutschen Früh-Romantik spricht, kommt an zwei pommerschen Malern kaum vorbei: Caspar David Friedrich (1774-1840) und Philipp Otto Runge (1777-1810). An Runge, dem größten Sohn von Wolgast, wird seit dem 23. Juli 1997 auch im sogenannten Rungehaus
erinnert. Inhaltlich widmet sich das Haus dem künstlerischen Werdegangs des Malers, der viel zu früh an Tuberkulose in Hamburg verstarb.
 
Zwar sind heute beispielsweise so bedeutende Werke wie "Elternbildnis" oder "Ruhe auf der Flucht"  im Rungehaus zu sehen. Wenn auch deren Originale in der Hamburger Kunsthalle hängen (und manchen pommerschen Pendler die Sehnsucht an die Heimat stillten), so sorgten die Hamburger doch auch für die professionellen Kopien im pommerschen Wolgast. Sehenswert ist das 1760 errichtete Haus in der Kronwiekstraße jedoch auch wegen seiner Ursprünglichkeit (u.a. mit einem Aufzugsrad) und mit seinem Schatz an Briefen und Schriften; Runge verbrachte hier die ersten 10 Jahre seines Lebens.
 
Nun wurden die zwölf Räume des Hauses am 23. Juli 2017 - dem 240. Geburtstag Runges - nach einer umfänglichen Restauration wieder den Einheimischen und Gästen der pommerschen Hansestadt Wolgast mit einer neuen Ausstellung übergeben worden. Die Türen des Rungehauses öffnen sich wieder dem Besucher: Von Dienstag bis Freitag zwischen 11.00 und 18.00 Uhr und am Wochenende zwischen 11.00 und 16.00 Uhr.