Samstag, 9. September 2017

Tag des offenen Denkmals auf Rügen

Auch Prora ist ein kulturelles Erbe mit dem ein verantwortlicher Umgang gefragt ist
Sassnitz (SAS). Seit 1993 gibt es ihn: Den "Tag des offenen Denkmals". Immer am 2. Sonntag im Monat September findet er statt. Von Anfang an war es dabei das erklärte Ziel, unser kulturelles Erbe erlebbar zu machen und ihm die entsprechende Wertschätzung einzuräumen. Dabei setzt man vor
allem auf die jährliche Abwechslung. Bei einer Insel wie Rügen dürfte dies nicht schwer fallen, denn an Denkmalen sind wir hier - an der pommerschen Küste - reich gesegnet.
 
Diese Denkmale sind u.a. auf der Insel Rügen am 10. September 2017 zu besichtigen:
 
Ansprechpartner: Tino Mehner, Tel. 03838 - 254657
 
Ansprechpartnerin: Katja Lucke, Tel. 038393-13991
 
Ansprechpartner: Evangelisches Pfarramt, Tel.: 038308 - 8248
 
Orgel der St.-Laurentius-Kirche (Orgelführung um 13 Uhr)
Ansprechpartner: Orgelbaumeister Reiner Wolter, Tel.: 0172 3462036
 
Kirche Gustow (ganztags)
Ansprechpartnerin: Beate Eckert, Tel.: 038303 - 85016 
 
Pfarrhaus Neuenkirchen (10-15 Uhr)
Ansprechpartner: Dr. Lars Zimmermann, Tel. 0151 - 53320428
 
Chausseehaus Groß Schoritz (12-18 Uhr)
Ansprechpartnerin: Regina Zeitz, Tel. 0157 71571933
 
Guts- und Parkanlage Streu (11-16 Uhr)
 
Im Binzer Ortsteil Prora ist Block III des ehemaligen KdF-Seebades "Rügen geöffnet. Er ist Teil einer 4,7 km lange Anlage, die im Auftrag der NS-Organisation "Kraft durch Freude" errichtet wurde. Der Rohbau erfolgte zwischen 1936 und 1939. Der Entwurf dafür stammte vom Architekten Clemens Klotz. Zu DDR-Zeiten war Prora militärisches Sperrgebiet, u.a. auch Bausoldatenstandort. Seit 1993 ist der ursprünglich als KdF-Seebad  geplante Bau denkmalgeschützt. Die Anlage ist neben dem Reichsparteitagsgelände in Nürnberg die größte geschlossene architektonische Hinterlassenschaft aus der Zeit des Nationalsozialismus.
 
Auch in Sassnitz kann man ein offenes Denkmal besuchen. An diesem Sonntag wird das Rathaus geöffnet sein. Um 10 Uhr führt Frank Biederstaedt  durch das Haus. Es wurde 1910 vom Berliner Architekten Gustav Bähr im Jugendstil entworfen und diente zunächst als Warmbad und Gemeindehaus. Neben Verwaltungs- und Wohnräumen sowie einem Lesesaal standen hier früher auch 40 Wannenzellen und Räume des Kreideheilbad Sassnitz für medizinische Bäder zur Verfügung. Das Ostseewasser wurde damals über eine Anlage direkt in das Warmbad gepumpt. Seit 1965 wird das Gebäude jedoch ausschließlich als Rathaus genutzt.