Dienstag, 17. Oktober 2017

"Alleenstraße - Kulturgut in der Sackgasse?"

Allee auf der Insel Rügen mit seinem originalen Pflaster
Sellin (RO). Ausgerechnet zum 25. Jahrestag der Deutschen Alleenstraße erinnert man in Sellin mit dem "Tag der Alleen" und einer provokanten Fragestellung für ein Podiumsgespräch an den Beginn der längsten Ferienstraße, die auf 2.900 Kilometern die Insel Rügen mit dem Bodensee verbindet.

Eingeladen zu dem Podiumsgespräch, dass am Freitag, den 20. Oktober 2017, um 10 Uhr auf der Selliner Seebrücke stattfindet, wurden u.a. Erwin Pfeifer vom Verein Deutsche Alleenstraße e.V., Matthias Kreiner von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald e.V., Gundula Knäbe als Vorsitzende des Beirats des Biosphärenreservates Südost-Rügen, Sellins Bürgermeister Reinhard Liedtke, Landrat Ralf Drescher und Manfred Rathert als Leiter des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr.
 
Im Anschluss an die Gesprächsrunde ist gegen 11.40 Uhr die Pflanzung einer Stileiche an der Deutschen Alleenstraße - auf Höhe des Kleinbahnhofes Sellin Ost - vorgesehen.
 
Einst war die Präsidentin des Deutschen Bundestages, Rita Süssmuth, Schirmherrin bei der Eröffnung der Deutschen Alleenstraße am 3. Mai 1993 auf dem Circus von Putbus. Das erste Teilstück von 264 km führte damals von Sellin auf der Insel Rügen bis nach Rheinsberg in Brandenburg.
 
Den Anstoß für den Schutz der Alleen - und damit für die Bewahrung eines deutschen Kulturgutes - gaben aber bereits Herbst 1990 erste Leser in ihren Briefen an die Zeitschrift "ADAC-Motorwelt". So kam es in der Folge u.a. zu einer ersten Erfassung und Kartierung der Alleen in den fünf neuen Bundesländern sowie zur Aktion "Rettet die Alleen", die schließlich in die Schaffung einer "Deutschen Alleenstraße" - von der Insel Rügen bis zum Bodensee - als touristische Einrichtung und ideelle Verbindung mündete.