Sonntag, 15. Oktober 2017

Kurzportrait: Die Jasmunder Rettungshundestaffel

Mitglieder der Jasmunder Rettungshundestaffel (Foto: Rettungshundestaffel Jasmund-Rügen)
Sassnitz (SAS). Seit November 2015 gibt es auf Jasmund auch eine Rettungshundestaffel. Der Verein, der mit 16 aktiven Mitgliedern und 13 Hunden arbeitet, ist im Mai 2016 im Vereinsregister eingetragen worden und hat seit Juli 2016 auch seine Gemeinnützigkeit anerkannt bekommen.

Die Arbeit des Vereins bezieht sich vor allem auf die Arbeit mit Rettungshunden. Dabei geht es vor allem um eine bestmögliche Vorbereitung auf die Flächensuche, bei der Personen im Gelände gesucht werden, und um die Wasserortung, wo es im Regelfall um das Orten von zu Tode gekommene Personen geht.
 
Das Training der Hunde baut dabei auf Spaß und Neugier auf. Eine Motivation der Tiere erfolgt durch Belohnungen. Die Herausforderungen an die Rettungshunde werden dazu stetig gesteigert, bis die angehenden "Helfer" an einer beliebigen Stelle selbständig die Fläche absuchen. Für ihre Arbeit erhalten die Vierbeiner eine Kenndecke, die mit Glöckchen und Lampe (zur nächtlichen Suche) ausgestattet sind. So erkennen die Tiere auch sofort, dass sich nun ihr ganzer Einsatz auf die Suche konzentrieren muss.
 
Eine Ausbildung zum Rettungshund dauert übrigens 2 Jahre. Für die Flächensuche wurden bereits 2 Hunde der Jasmunder Staffel geprüft. Es sind die Border Collie Finja und Leo. Zwei weitere, Sina und Josi, haben bereits den Wesens- und Eignungstest bestanden. Und um das "Klassenziel" zu schaffen, müssen auch die anderen Hunde kräftig weiter trainieren - bis zu 9 Stunden in der Woche. Die "Schule" der Hunde ist also durchaus zeitintensiv.
 
Wie wichtig das Training einer Rettungshundestaffel ist, zeigt sich aber oft erst im Alltag. Zum Beispiel im Juni diesen Jahres: Da konnte von der bereits erwähnten Finja mit dem Hundeführer Silvio eine als vermisst geltende Frau im Nationalpark Sassnitz aufgefunden und den Rettungskräften übergeben werden.
 
Wichtig ist den Mitgliedern der Hundestaffel aber auch der Austausch zu Themen der Ortung. Dies ist einer der Gründe, weshalb ihr Blick bereits über die Insel hinaus geht. So werden heute auch Kontakte zu Rettungshundestaffeln in Stettin oder Bad Harzburg gehalten.
 
Doch nicht nur dafür müssen die Mitglieder über den Sund hinaus blicken. Auch zu Prüfungen sind für das Team der Rettungshundestaffel Jasmund-Rügen e.V. weite Strecken zurückzulegen. Diese finden gegenwärtig u.a. in Thüringen, Niedersachsen oder Bayern statt.
 
Und das erklärt, warum die kostenintensive aber gemeinnützige Vereinsarbeit auch mehr als nur der Mitgliedsbeiträge bedarf. Zum einen ist die Staffel auf Spenden angewiesen, zum anderen sucht man auch daneben weitere Zuwendungen zu erzielen.
 
Eine der Möglichkeiten ergab sich jüngst durch die noch laufende Teilnahme an einem Wettbewerb der ING Di Ba - Bank. Dieser geht noch bis zum 7. November 2017. Wenn alles klappt und der Verein ausreichend Unterstützer findet, winken immerhin 1.000,- EUR zusätzlich für die Vereinskasse; Geld welches hier gut gebraucht werden kann. 
 
Zum Unterstützen bedarf es lediglich der Eingabe der eigenen Mobilfunk-Nummer. Anschließend erhält man eine Code-Nummer, die man dann innerhalb von 24 Stunden - aber am Besten aber gleich! - auf der Seite eingibt und schon hat die Hunderettungsstaffel einen Unterstützer mehr.
 
 
Wenn Ihr die Rettungshundestaffel, die auch im Deutschen Rettungshundeverein Mitglied ist, außerdem noch unterstützen wollt, dann erhaltet ihr nachfolgend noch alle wichtigen Informationen zum Verein in kompakter Form - inkl. Spendenkonto-Nummer (einfach anklicken):