Mittwoch, 4. Oktober 2017

Rodung Schmacht


Ein Beitrag von Klaus Ender

Ich kam am Abend des 30. September 2017 von einer Rundtour zurück - die mich zutiefst erschüttert hatte.
Ich war viele Jahre nicht mehr in dem Dorf, das dem "Schmachter See" den Namen gab - Schmacht. Aus dem einst sandigen Weg zum Dorf war ein - von riesigen Baumaschinen malträtierter, aufgewühlter "Übungsplatz" geworden - und der ringsum stehende Wald existiert praktisch nicht mehr.

Das intelligenteste Wesen dieser Welt - der Mensch - hat unserer Mutter Erde mal wieder gezeigt, wozu er fähig ist....
Ob junge - 50-jährige - oder alte 150-jährige Buchen, alles wurde gefällt.
 
Blick zum Dorfrand "Schmacht"
Stattliche 150 Jahre alte Buchen
Blick auf Schmacht über den ehemaligen Wald
Nur das, was krank und schütter war - ließ man für Borkenkäfer, trockene Zeiten und Tornados stehen.
Hier im Dorf Schmacht hat nicht mal der Wald eine Überlebenschance - und auf der anderen Seite des Schmachter Sees feiern die Millionäre ihre Rendite. Wahrscheinlich hofft man darauf, dass die unbrauchbar gemachten Waldgrundstücke als Bauland freigegeben werden.
Vom Binzer Ufer des Schmachter Sees sah man schon immer die Sonne über Schmacht untergehen - jetzt ging sie für dieses Dorf wirklich unter...
 
Die bewaldeten Hänge ringsum das Dorf sind von schweren Schäden betroffen
Der Waldboden ist durch die schwere Technik völlig desolat und geschändet
Dieses Bild zeigt deutlich die dürftige Krone dieser Tanne.
 Diesen "geschädigten Baum" lässt man stehen - und die darunter liegenden gesunden Buchenstämme hat man gefällt.
 Die ständig wiederholte Formulierung: "Wir nehmen nur die kranken Bäume heraus, wird hiermit widerlegt."