Montag, 30. Oktober 2017

TV-Tipp: Prora - vom Seebad-Plan zum Sperrgebiet

Prora bewegt wie kein anderer Ort auf Rügen die Gemüter (Foto: © rbb/credo:film/Jan Kerhart)
Prora (IF) Im Jahre 2004 begann die Ausstrahlung der Dokumentarreihe "Geheimnisvolle Orte". Vorgestellt werden darin Orte und Plätze, die über eine spannende - zum Teil unbekannte - Zeitgeschichte verfügen und wo bis heute auffindbare Zeugnisse hinterlassen wurden. Ausgestrahlt wurden die Folgen bisher in der ARD und seinen regionalen Programmen des rbb und WDR. Im November 2017 werden gleich zwei Folgen dieser Serie mit der Insel Rügen in Verbindung gebracht.

Am 14. November wird um 20.15 Uhr die Folge "Prora - Naziseebad und Sperrbezirk" im rbb Fernsehen zu sehen sein. Für die Filmemacher ist Prora dabei ein Denkmal des Größenwahns, wo einst die "Deutsche Volksgemeinschaft" entstehen sollte. Doch warum sollte das KdF-Sebad auf Rügen gebaut werden? Hitler - so die Filmemacher - glaubte, nur mit erholten Arbeitern "kann man wahrhaft große Politik machen".  Wie dem auch sei - aus das KdF-Seebad ist, wie die Rüganer wissen, nie fertig gestellt worden. Stattdessen wurde es zum militärischen Sperrbezirk und Stützpunkt der Nationalen Volksarmee (NVA). Als solcher verschwand er auch von den Landkarten.
 
Zu Wort kommen in der Folge Zeitzeugen, die darüber sprechen, was sie mit Prora heute noch verbinden. Einer von ihnen ist Lutz Stiller. Er wurde in Prora zum Fallschirmjäger und Einzelkämpfer ausgebildet.