Montag, 25. September 2017

Vor 155 Jahren: Max Dreyer geboren

Postkarte von Max Dreyer
Göhren. (SAS) Einiges erinnert noch heute an ihn. Eine Straße in Göhren, die Ehrenbürgerschaft des Ortes und natürlich sein „Drachenhaus“, ein Holzhaus auf dem einst wenig bewachsenen Göhrener Höft; Max Dreyer.  Der Schriftsteller und Dramatiker ist heute sicher nur noch wenigen bekannt. Leider! Denn der Rostocker war zu seiner Zeit durch seine Werke äußerst populär. Sichtbarstes Zeichen dafür war vielleicht damals der Film "Reifende Jugend", der gleich zweimal (!) verfilmt wurde; 1933 - mit den Drehort Altefähr und Stralsund - sowie 1955.

Doch bevor er diese Bekanntheit genoss, war auch Max Dreyer einen „weiten Weg“ gegangen. Der am 25. September 1862 geborene Sohn eines Rostocker Lehrers, der zunächst in dessen berufliche "Fußstapfen" treten sollte, zog sich nach seinem Studium in Rostock und Leipzig bereits 1888 wieder enttäuscht aus dem Schuldienst zurück. Er ging nach Berlin um Redakteur der „Täglichen Rundschau“ zu werden. So begann über ein gedrucktes Alltagmedium dann seine Karriere als Autor. 1894 erschien das Theaterstück „Drama in drei Aufzügen“ im Berliner Verlag S. Fischer. Das war keineswegs selbstverständlich, denn Samuel Fischer war zu jener Zeit einer der bedeutendsten Verleger in Deutschland.
 
Postkarte von Max Dreyer
Weitere Werke „aus der Feder“ von Max Dreyer sollten schon bald folgen: Bühnenstücke, volkstümliche Gedichte, Erzählungen und Romane. Dabei verarbeitete er z.T. – wie bei „Reifende Jugend“ – auch seine im Lehrerberuf gesammelten Erfahrungen. Mit Erfolg, denn: Dieser Film wurde sogar in den Vereinigten Staaten aufgeführt.
 
Sein weiter Blick über das Mönchgut - seinem Altersruhesitz - mag ihm, dem "Dichter der Ostsee", dabei viele Anregungen gegeben haben. Inhaltlich wandte er sich auch der pommerschen Küste und der plattdeutschen Sprache, seiner Muttersprache, zu. So wandelte er sich auch als Autor - vom Dramatiker zum Romancier. Und eine wesentliche Schaffensperiode - von1920 bis zu seinem Tod am 27. November 1946 – verbrachte er dabei in Göhren auf der Insel Rügen.
 
Die Erinnerung an ihn wird übrigens nicht nur hier, sondern ebenso in seiner Heimatstadt Rostock wachgehalten. Hier richtete man - nur eine Minute vom Doberaner Platz entfernt - eine Max-Dreyer-Stube ein.