Samstag, 4. November 2017

Gesicht zeigen...

 
Ein Gastbeitrag von Matjana Thunhorst

Nicht erst seit dem neuen iPhone wissen wir, dass sich jeder von uns über das Gesicht identifiziert. Schließlich gibt es Redewendungen - wie: "das Gesicht wahren" oder "das Gesicht verlieren" - wo es zweifellos auch um ein Ehrgefühl geht. Und obgleich man auch "am nächsten Tag noch in den Spiegel schauen möchte" geht es wieder um das Gesicht. Ebenso ist es, wenn man jemanden seine Meinung sagen möchte, dann tut man es besser "von Angesicht zu Angesicht" und nicht per Telefon.

All dies macht klar, wie wichtig wir unser Gesicht nehmen - nicht nur Frauen, auch Männer. Denn entgegen aller Annahmen beginnt auch bei junge Männern der Kampf um das Gesicht als Kampf gegen Verunreinigungen der Haut in der Zeit der Pubertät.

Deswegen fängt alles - unabhängig von Alter und Geschlecht! - mit einer Reinigung der Haut an. Heute hat die Kosmetikindustrie für jeden Hauttyp ein entsprechendes Reinigungsprodukt, womit nicht nur Verunreinigungen sondern auch Makeup oder Hautablagerungen entfernt werden können.
Außerdem spricht man auch von Peeling - zur gründlichen Hautpflege - und von der Öffnung der Poren mittels Dampf oder einfach warmen Kompressen - zur Ausreinigung...

Doch beginnen wir zunächst mit dem Peeling. Das klingt relativ modern, ist es aber nicht. Denn obgleich unsere Großeltern in den 60er und 70er Jahren erst davon hörten, soll es das Peeling - was soviel wie "schälen" oder "pellen" heißt - schon im alten Ägypten gegeben haben. Klar, man denkt sofort dabei an "Nofretete" - was übrigens soviel hieß wie "Die Schöne ist gekommen".

Zurück zum Peeling: Heute unterscheiden wir mechanisches und chemisches Peeling. Das mechanischen "Peeling" erstaunt dabei immer wieder durch seinen Variantenreichtum, von Salz- oder Zuckerkristallen über Tonerde und sogar Sand bis hin zum Kaffeesatz - dem Ideenreichtum sind also keine Grenzen gesetzt. Aber für das Gesicht ist das zu stark.

Auch soll hier der Apfelessig nicht unerwähnt bleiben. Seit dem Mittelalter ist seine keimtötende und heilende Wirkung bekannt. Heute wissen wir, dass er u.a. den pH-Wert der Haut reguliert. Er befreit von Giften und Schlacken und beugt sogar gegen unreine Haut vor. Und nicht nur das: Er strafft auch die Haut und hilft Entzündungen zu mildern. Gerade weil Haut auch gerne zu Entzündungen neigt, wird er oft als Alternative zum mechanischen Peeling gesehen. Ich würde allerdings das Peeling immer nach der Haut wählen.

Anschließend soll es auch noch kurz um die Augenbrauen gehen. Sie werden fassioniert. Das klingt ungewohnt und man fragt sich natürlich: Was ist das? Eine gut geformte Augenbraue kann unsere "Schokoladenseite" betonen, dem Auge einen schönen Rahmen geben oder sogar zu einem jüngeren Aussehen verhelfen. Sprich: Beim "Fassionieren" geht es um die Ausformung und Betonung der natürlichen Wölbung der Braue. Dazu nutzt man Harz (bei ausgeprägtem Haarwuchs) oder eine Pinzette.

Nun hat unser Gesicht - wie beschrieben - schon einiges "erlebt", weshalb nun sich zur Beruhigung und Pflege unserer Gesichtshaut das Auftragen einer Maske mit anschließender Massage und abschließender Tagescreme empfiehlt...
 
 
 
Matjana Thunhorst
Die Rüganerin aus Reetz bei Neuenkirchen beschäftigt sich
mit Trends im Bereich Kosmetik und Schönheitspflege.
 
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