Freitag, 22. Dezember 2017

Vorpommern sagt "Danke!"

Letzte Ausgabe der "Pommerschen Zeitung"
Travemünde / Greifswald. (SAS) Heute ist die letzte Ausgabe der "Pommersche Zeitung" erschienen. Nach dem zweiten Weltkrieg als Mitteilungsorgan der Pommerschen Landsmannschaft - in der sich die vertriebenen und geflüchteten Pommern von dies und jenseits der Oder organisierten - gegründet, stellte sich die Zeitung mit dem Fall der Berliner Mauer auch zwei weiteren Aufgaben. So gab sie publizistische Hilfestellung bei der Stärkung der pommerschen Identität in Vorpommern und
unterstützte als Medium die Neugründung eines der größten Landesverbände der Pommerschen Landsmannschaft. Die "Pommersche Zeitung" gab zudem auch zahlreichen Autoren aus Vorpommern die Möglichkeit zur Publikation. Viele von ihnen - wie beispielsweise der Stralsunder Dr. Andreas Neumerkel oder der Rüganer André Farin - gehören heute zu den bekannten pommerschen Autoren regionaler Literatur und sind aus den Bücherregalen kaum wegzudenken. Außerdem nahm sich die Zeitung vieler lokaler Themen an - wohlwissend dass sie sich auch im Presseverteiler des Landtages von Mecklenburg-Vorpommern befand. Reflektion fanden so u.a. Themen wie die Gründung des Pommerschen Landesmuseums oder der Streit um den Namen der Universität Greifswald, die den Namen des Rüganers Ernst Moritz Arndt trägt. Daneben stellte sie auch eine Brücke zu den pommerschen Landsleuten her, die nach dem Krieg als deutsche Minderheit im pommerschen Landesteil jenseits der Oder verblieben waren. Mit dem publizistischen "Aus" des Mediums tut sich auch für Vorpommern eine mediale Kluft auf. Für das für Vorpommern Geleistete bleibt der Dank an das Team um den Chefredakteur Michael Hammermeister, dessen Vorpommern-Redaktion seit 2011 in Greifswald ansässig war.