Dienstag, 13. Februar 2018

Bürgerinitiative ruft zum Lichterzug für Arndt auf


Greifswald (SAS). Am Freitag, den 16. Februar 2018, ruft die Bürgerinitiative "Ernst Moritz Arndt bleibt" alle Bürger zu einem Lichterzug für Arndt auf. Treffpunkt  ist die Stadthalle in der Robert-Blum-Straße 18. Dabei sollen die Bürger mit Lichtern und Plakaten ein deutliches Zeichen dafür setzen, dass "Arndt bleibt" - so eine uns vorliegende Meldung zur Veranstaltung. Der Rundzug durch die Straßen der pommerschen Universitätsstadt soll das "Ja" zur Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald unterstreichen.
Nach der Entscheidung des Senats zur Ablegung des Universitätsnamens "Ernst Moritz Arndt" im Januar 2018 geht der Streit weiter. Auch der Landtag beschäftigte sich in seiner 30. Sitzung (ab 07:27:57) mit einem Antrag der Fraktion Die Linke zur "Respektierung der Namensgebung durch die Universität". Dabei sorgte - neben den Stellungnahmen von Dr. Gunter Jess (AfD) und Dr. Matthias Mantey (BMV) - vor allem Beate Schlupp (CDU) für Aufmerksamkeit. Eine Einordnung ermöglicht die Positionierung der Union durch den Greifswalder Landtagsabgeordneten Egbert Liskow (CDU). Er kann sich derzeit sogar eine Initiative vorstellen, die eine Übertragung der Aufgabe der Namensgebung von den Senat an den Landtag vorsieht. Liskow äußerte dazu gegenüber einer Tageszeitung:  „Theoretisch kann der Landtag das Landeshochschulgesetz jederzeit ändern und den Namen Ernst-Moritz-Arndt-Universität festschreiben.“ Aus seiner Sicht, verstehe die Universität die Hochschulautonomie falsch. 

Wie außerdem bekannt wurde, bereitet ein emeritierter Professor derzeit eine Rechtsaufsichtsbeschwerde vor, um eine Genehmigung der neuen Grundordnung durch das Bildungsministerium zu verhindern. Der Beschluß zur Namensablegung muss durch das Schweriner Bildungsministerium als Rechtsaufsicht geprüft werden. Bei dem Beschluß zur Namensablegung soll es erneut zu Rechtsverstößen gekommen sein.

Plakat mit dem zum Lichterzug aufgerufen wird