Mittwoch, 14. Februar 2018

Gingster Bürgerninitiative zieht Bilanz

Windkraftanlagen auf dem pommerschen Festland bei Stralsund
Gingst (SAS). Seit 260 Tagen besteht die Bürgerinitiative Gingst "Für eine intakte Natur F.E.I.N. ohne Windgigangten". Zeit für einen Rückblick auf das Anliegen und den gegenwärtigen Stand. Dazu lädt die Initiative Rüganer und Mitglieder der Initiative am Mittwoch, den 21. Februar 2018, um 19 Uhr in die Mensa der Grundschule Gingst (Hermann-Matern-Straße 1) ein.

Hintergrund der Gründung der Bürgerinitiative war die Ausweisung eines Eignungsgebietes für einen Windpark durch das Regionale Raumentwicklungsprogramm Vorpommern (RREP) auf 79 Hektar Grundfläche, die sich zwischen Gingst und Pansevitz befindet. Laut dieser könnten hier moderne Windkraftanlagen mit einer geschätzten Gesamthöhe von 250 Metern errichtet werden.

Dagegen formierte sich im letzten Jahr massiver Widerstand, der vor 260 Tagen in die Gürndung der zuvor erwähnten Gingster Bürgerinitiative mündete. Sie setzte sich bisher nicht nur mit dem Thema der Dimensionierung der neuen Windkraftanlagen im Verhältnis zur über Jahrhunderte gewachsenen lokalen Struktur auf dem westlichen Muttland auseinander, indem sie zur Verdeutlichung sogar ein maßstabsgetreues Modell entwickelte, sondern beschäftigt sich auch mit den Folgen einer solchen Windparkanlage für Alltagsleben und Tourismus in der Region.

Dabei macht sie vor allem auf die zunehmende Belastung von Mensch, Tier und Natur durch gigantischen Windkraftanlagen aufmerksam. Denn: Neben der optischen Störung des über Jahrhunderte gewachsenen Landschaftsbildes kommt es auch zu einer erheblichen Beeinträchtigung von Mensch und Natur durch Lärmbelästigung oder beispielsweise Schattenwurf. Zudem wird auch der Wertverlust der Immobilie und damit eine der möglichen Formen von Altersvorsorge in Frage gestellt. Auch, dass diese Entwicklung nur durch den Einsatz der Steuergelder der Bürger, die letztlich Betroffene sind, in Gang gebracht wird, ist unverständlich. Zumal durch diese Form der staatlichen Subvention eine künstliche Verknappung von Lebensraum erfolgt, deren Mehrwert und Gemeinnutz umstritten ist.

Weitere Informationen zur Bürgerinitiative Gingst F.E.I.N. ohne Windgiganten

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