Montag, 12. Februar 2018

TV-Tipp: Wracksuche vor Rügen

Wracksuche mit dem Beiboot des Forschungsschiffes "Deneb" vor Rügen (Foto: © NDR)
Rügen (IF). Ausfahrt mit dem Forschungsschiff "Deneb" vor der pommerschen Küste. Ein Schiff ist gesunken. Und nun muss die Crew, des in den 90er Jahren auf der Peene-Werft gebauten Schiffes, prüfen, wo genau es zum Schiffsunglück kam und ob das Wrack eine Behinderung des Schiffverkehres vor Rügen darstellt...

Mit an Bord ist ein Kamera-Team. Es begleitet die 16 Mitarbeiter auf ihrer 10-tägigen Fahrt in das Gebiet zwischen Rügen und Bornholm. Nachdem das Forschungsschiff "Deneb" des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) die ungefähre Stelle erreicht hat, wo der Notruf abgesetzt wurde, beginnt die Suche. Kreuz und quer wird dazu der Meeresboden überquert.

Endlich! Der Kutter ist geortet. Das jedenfalls lässt das Schallbild vermuten. Die Genauigkeit liegt dabei bei ungefähr einem Meter. Alte Fotos von dem Fischkutter und späteren Ausflugsschiff geben zudem Sicherheit, ob es sich hier wirklich um das Wrack handeln könnte. Nachdem das Forschungsschiff über dem Fundort positioniert wurde, muss man jedoch feststellen, dass ein Ankern durch die Seekabel in diesem Gebiet nicht möglich ist. So wird also ein Beiboot zu Wasser gelassen.

Mario Strehlke wird sich zum Tauchgang vorbereiten. Schließlich muss geklärt werden, wodurch der Kutter wirklich gesunken sein könnte. Am Wrack ist schnell klar: Der Kutter hatte eine morsche, ja löchrige Seite. Hier scheint das Wasser eingedrungen zu sein. Nun wird noch einmals das Wrack vermessen. Das Problem: Der alte Kutter und seine Aufbauten liegen nur 10 Meter unter der Wasseroberfläche und der Mast muss in jedem Falle gelegt werden. Zukünftig wird eine Einzelgefahrentonne die Wrackstelle vorm Adlergrund kennzeichnen. Und auch die Seekarte muss umgehend aktualisiert werden.

Die Crew des Forschungsschiffes "Deneb" ist derweil bereits zu ihrem nächsten Einsatzort unterwegs: Die polnische RoRo-Eisenbahnfähre Jan Heveliusz. Am 14. Januar 1993 sank das Schiff; 55 Menschen kamen dabei ums Leben. Das etwa 125 Meter lange Wrack, welches ungefähr 24 Meter unter dem Meeresoberfläche liegt, muss bezüglich seiner Lage auch heute noch regelmässig geprüft und vermessen werden...

Die Reportage "Wracksuche in der Ostsee" wird am Freitag, den 2. März 2018, um 21.15 Uhr im NDR-Fernsehen gezeigt.