Donnerstag, 2. August 2007

Kreide – natürlich und vielseitig in seiner Anwendung


Wußtest Du, daß man Kreide seit 1910 auch als Kreidebad bei der Behandlung von gesundheitlichen Beschwerden einsetzt? 1932 fanden dazu sogar erste wissenschaftliche Untersuchungen durch den Breslauer Prof. Dr. Payer statt. Wir sprachen mit Sylke Scheduikat über dieses einzigartige Naturprodukt.


Sylke, welche Anwendungen sind heute möglich und wie wirken sie?

Sylke:
Heute findet die Anwendung im medizinischen und im Beauty-Bereich statt. Wir bieten beispielsweise wieder Vollbäder mit Kreide an. Dafür gibt es Bäder in einer speziellen Wanne, wo man bis in zur Herzhöhe im Wasser sitzt. Außerdem wenden wir sie bei rheumatischen Beschwerden an, wenn mehrere Gelenke betroffen sind. Aber auch bei Neurodermitis, Schuppenflechte oder allgemeinen Hauterkrankungen. Dann kommen Ganz- oder Teilkörperpackungen zum Einsatz. Der Kunde wählt beispielsweise eine Rückenpackung mit anschließender Massage, wenn er Rückenprobleme hat. Andere wählen Gesichtspackungen. Die sind sehr wirkungsvoll bei einer Aknebehandlung. Die Pickel werden durch die Kreide regelrecht ausgetrocknet und es kommt zu keinen allergischen Reaktionen der Haut.

Kann man Kreide auch privat anwenden?

Sylke:
Natürlich kann sie auch jeder zu Hause anwenden, aber sinnvoll ist nur eine Anwendungen als Teilkörperpackung für Gesicht oder Gelenke – wegen dem damit verbundenen Aufwand. Übrigens: Auch bei Sonnenallergien und Bränden kann der Haut mit Kreide geholfen werden: Sie zieht die Entzündung heraus, der Juckreiz lässt nach und das Spannungsgefühl weicht.

Wie trage ich dazu die Kreide auf die Haut auf?

Sylke:
Sie wird mit kaltem oder mit warmem Wasser zu einem Brei aufgerührt und direkt auf die nackte Haut gebracht.
Vielen Dank.

(„á la carte“ 08/2007)