Freitag, 23. Januar 2009

Als Surfer ist man gewohnt zu kämpfen...

Am vergangenen Wochenende werden auf der weltweit größten Messe
Sassnitz. (SAS) Am vergangenen Wochenende wurden auf der weltweit größten Messe für Wassersport - der "boot Düsseldorf" – die besten Surfer 2008 durch die Deutsche Windsurfing Vereinigung (DWSV) geehrt. Mit der Sassnitzerin Kathrin Stein (39) geht die Auszeichnung als Jahresbeste im Speed und DWC erstmals auf die Insel Rügen.
Kathrin, nach Erfolgen im Slalom und Freestyle konntest Du im September auch die Deutschen Meisterschaften im Speedsurfen für Dich entschieden – nun wurdest Du auf der „boot“ geehrt. Wie war es in Düsseldorf?
Kathrin: Über die Auszeichnung habe ich mich sehr gefreut, weil es eine schöne Anerkennung der sportlichen Erfolge des letzten Jahres ist und dann habe ich auch Freunde und bekannte Surfer in der Saisonpause wiedergesehen…
Welche Ziele strebst Du für dieses Jahr an?
Kathrin: Ich möchte meinen Deutschen Meistertitel verteidigen, wenn ich die Möglichkeiten habe an den Europameisterschaften teilnehmen und dann würde ich gerne den Deutschen Gewässer-Rekord im Speedsurfen knacken...
Seit wann stehst Du denn überhaupt auf einem Board?
Kathrin: Angefangen habe ich als Teenager – damals aber noch auf einem Delta-Board, ohne Neoprenanzug und mit einem selbstgebauten Trapez. Ich war lange Zeit Freizeit-Surfer, später kümmerte ich mich erst einmal um meine Familie. Seit einigen Jahren surfe ich aber aktiv mit meinem Sohn Johannes – und seit 2003 bei Regatten.
Hast Du einen Lieblingsspot?
Kathrin: Bei Ostwind Mukran, bei Westwind auf dem Großen Jasmunder Bodden. Dort habe ich seit 2003 auch deshalb mit der Wassersportschule Timpeltu angefangen.
Stichwort Timpeltu. In Lietzow gab es nun nach sechs Jahren mühevoller Aufbauarbeit keinen Platz mehr für Dich. Wie geht es nun mit Deiner Wassersportschule weiter?
Kathrin: Der Neustart ist in Martinshafen geplant. Natürlich ist es auch wieder mit viel Arbeit verbunden – weil es ein totaler Neuanfang ist.
Woher nimmst Du – trotz der Rückschläge – immer wieder die Kraft weiter zu machen?
Kathrin: Als Surfer ist man gewohnt zu kämpfen – auf dem Wasser mit der Natur und an Land manchmal mit den Behörden. Die Kraft dazu erhalte ich durch meine Familie und Freunde, die mich immer wieder unterstützen und aufbauen.
Und letztlich zählt auch nur der Erfolg. Als die „Ostsee-Zeitung“ die Sportler des Jahres 2008 kürte standest Du mit auf der Kandidatenliste...
Kathrin: Ja, von den Lesern der Zeitung wurde ich in das Mittelfeld gewählt und auch das ist sehr schön. Schließlich wird nicht täglich über das Surfen berichtet und dafür ist es doch ein sehr gutes Ergebnis.
Dann wünschen wir Dir auch weiterhin viel Erfolg!

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