Sonntag, 7. März 2010

Vertraute Klänge

Titel der empfohlenen CD
Vor einem guten Jahr erhielt unser ehemaliger Chefredakteur Robby Günther die CD „Heimatklänge aus Pommern“ (ISBN 978-3-938176-10-8) vom Lindenbaum Verlag zugesandt. Kurzentschlossen rief er mich an und fragte, ob wir nicht eine kleine Rezension dazu schreiben könnten – vielleicht sogar als Geschenk-Tipp? Sicher meinte ich, das wäre eine gute Idee... Doch dann geriet sie in Vergessenheit. So wartete das Hörbuch „Heimatklänge aus Pommern“ treu und brav in einer Schublade. Nun endlich befreit von Verpackung und eingelegt in ein Abspielgerät, rief sie sich auch gleich eindringlich mit den Klängen der Glocken der Stettiner Jakobi-Kirche in Erinnerung. Draußen sah ich in Gedanken die ersten weißen Flocken tanzen- dachte an die Festtage - und sah beim darauf folgenden Lied „Wenn in Stiller Stunde...“ den Wind bereits über den leicht verweht Dünensand und die See peitschen. Nachdenklich merkt der Kösliner Schauspieler Paul Dahlke dazu sein „As ick noch bi di weer“ von Bernd Trittelwitz an. Nicht das man beim Zuhören schwermütig würde, nein eher besinnlich bis erheitert. Inhaltliche Wechsel fesseln dabei den Zuhörer. Bekanntes - wie „Von Stralsund seggt hei“ oder „Schüttel de Büx“ – lösen teilweise Unbekanntes – u.a. Gedichte und Anekdoten in Hoch- oder Plattdeutsch - ab. Die „Heimatklänge aus Pommern“ empfehlen sich als kurzweilige Unterhaltung mit nachhaltiger Wirkung. Wie das gemeint ist? Nun, um diese CD zu hören, muss man sich wirklich 40 Minuten Auszeit aus dem Alltag nehmen. Dann besteht die Möglichkeit, dass man erkennt, was uns lange aus dem Sinn gekommen ist. Vieles kennt man - auch auf Rügen und in Vorpommern – noch aus den behüteten Kindertagen. Es ist ein Stück von uns. Kulturell, wie touristisch, ist dieses Erbe eigentlich nicht mit Gold aufzuwiegen. Wir haben nur ein Problem: Der falsche Glanz hat uns Vieles vergessen lassen. Erinnern wir uns also. „Danke Robby!“ - Das war wirklich eine gute Idee.