Freitag, 2. August 2013

„Ich scheine zum ewigen Glück geboren.“

Der 230. Geburtstag von Wilhelm Malte zu Putbus
Wilhelm Malte zu Putbus
Schon in alten Zeiten nahm das Haus Putbus auf unserer Insel eine herausragende Stellung ein. Doch obgleich die Mitglieder des Hauses Putbus an vielen Ereignissen der Weltgeschichte beteiligt waren, so sieht man heute vor allem Fürst Malte Malte zu Putbus als herausragende Persönlichkeit an.
Er wurde am 1. August 1783 im Putbusser Schloß geboren. Durch den frühen Tod des Vaters, eines Hofmarschalls des schwedischen Königs, oblag die Erziehung Maltes und seines Bruders Moritz Carl (1786*) ab 1887 allein der Mutter Sophie Wilhelmine, einer Gräfin von der Schulenburg. Sie wurde ihm so frühzeitig zur Wegbereiterin und Beraterin. Neben dieser Prägung waren seine Reisen durch Europa – die er nach dem Studium in Greifswald und Göttingen, sowie dem Militärdienst im schwedischen Herr – nicht ohne Wirkung auf den jungen Mann. So verfolgte er – lebenslang mit Leidenschaft und Erfolg - das Ziel, mit Putbus das erste Seebad auf Rügen und einen idealen Ort zu schaffen. Auch das private Glück blieb ihm durch die Heirat von Sophie Frederike Luise, geborene Freiin von Lauterbach, nicht versagt. Für Rügen stellte er - nach dem erfolgreichen Kampf an der Seite des schwedischen Kronprinzen Bernadotte gegen Napoleon – politisch die Weichen: Eine Angliederung Schwedisch-Pommern an Preußen auf dem Wiener Kongress 1815 ermöglichte eine Wiedervereinigung Pommerns. Daneben setzte sich Wilhelm Malte zu Putbus aber auch für die sozial Schwachen ein, indem er beispielsweise ein Armenhaus schuf oder eine Pensionskasse gründete. Da seine Verdienste an dieser Stelle nur auszugsweise und stellvertretend genannt werden können, sei auf eine Veranstaltung verwiesen, die seinem Wirken besser gerecht wird: Alljährlich findet am 1. August in Putbus eine Veranstaltung zu Ehren von Fürst Wilhelm Malte statt. Dies sagt weit mehr als Worte über einen, der offensichtlich zum ewigen Glück geboren wurde.