Freitag, 2. Dezember 2011

Das Wunder des Tollatsch

Mit Hans Fallada ist nicht nur die Erzählung gleichen Namens wieder in aller Munde. Nein, auch diese regionale Spezialität ist – spätestens seit der Hausschlachtung im November – jede Versuchung wert. Allerdings sollte man nicht zu sehr auf die Zutatenliste sehen.

Für unsere Tollatschen benötigen wir:

250 g Mehl          
100 g Zucker           
75 g Semmelbrösel          
50 g weiches Griebenschmalz 
1 l Schweineblut
2 l Fleischbrühe
1 Tl. Salz          
75 g Rosinen           
1 Zitrone, abgerieben       
1 Spur Anis            
1 Spur Kardamom
1 Spur Zimt
etwas Thymian

Die trockenen Zutaten werden miteinander vermischt, anschließend wird das weiche Griebenschmalz und das Schweineblut untergerührt. Den entstandenen Teig kräftig mit den Händen durchkneten und daraus Kinderfaustgroße Klöße formen.
Diese müssen in der heißen Brühe etwa 20 Minuten ziehen gelassen werden. Danach kann man sie herausnehmen und in eine warme Schüssel schichten. Früher konnte man sie auch in der Ofenröhre warm halten. Sie wurden allerdings auch kalt gegessen oder aber in Schmalz gebraten. Dazu mussten sie allerdings zuvor in Scheiben geschnitten werden.

Natürlich gibt es die verschiedensten Abwandlungen, schließlich hatte damals jede pommersche Bauersfrau ihr eigenes Rezept. Für alle gilt: „Guten Appetit!“