Sonntag, 29. Mai 2011

„Lügen auf Rügen“

Maria Solveg & Paul Hörbiger in Binz a. Rügen




Wer kennt nicht die Serien „Ein Bayer auf Rügen“ oder „Hallo Robbie“? Seit fast 100 Jahren werden nun schon Filme auf den Inseln Rügen und Hiddensee, sowie in der Hansestadt Stralsund gedreht – vor fast 80 Jahren entstand dieser heitere Filmstreifen mit dem etwas provokantem Titel...
Was doch alles passieren kann, wenn das Foto eines Bauernmädchens einen Wettbewerb für eine Zahnpasta-Werbung gewinnt, zeigt dieser amüsante Film aus dem Jahre 1932. Der Hauptpreis ist – wie könnte es anders sein? – ein Urlaub auf Rügen.
Doch schon mit der Voranmeldung der attraktiven Frau beginnen die Verwirrungen in dem kleinen Ferienort an der Ostsee. Schuld ist die Wirtin des Resort-Hotels, die statt „Fräulein Vanda Bilt“ einfach „Fräulein Vandabilt“ versteht. Sie schlussfolgert, dass es sich bei dem eintreffenden weiblichen Gast nur um eine US-amerikanische Millionärin handeln könne.
Entsprechend fällt der Empfang und die Bedienung königlich aus. Die vermeintliche Millionärin – dargestellt von Maria Solveg - hält dies als Gewinnerin des Wettbewerbs jedoch für einen Teil des Preises der Zahnpasta-Werbung. Und so setzen sich die Wirrungen weiter fort. Da kommt ein junger Mann – gespielt von Paul Hörbiger – gerade recht. Er kann sich den weiblichen Reizen des neuen Gastes nicht entziehen. Sein Problem: Als Mitgiftjäger, der es auf die Millionen von „Fräulein Vandabilt“ abgesehen hat, möchte er natürlich nicht dastehen...
Die Zahnpasta? Nun, ohne sie wäre alles natürlich ganz anders gekommen. So entstand aber dieser leichte Unterhaltungsfilm, sonnig und unbeschwert! Dazu Rügen und das Ostseebad Binz. Vielleicht einer der Gründe, warum gerade „Lügen auf Rügen“ – auch bekannt unter „Das Bademäuschen“ – die ideale Vorstellung von einem Urlaub Anfang der 30er Jahre war.
Einziger Wermutstropfen: Leider wurde damals noch in schwarz-weiß gedreht.