Dienstag, 19. August 2014

Wiedersehen am "Tag der Republik"

Cover zum Debütfilm von Andreas Dresen
Anklam. Wen es am 7. Oktober 2014 nach Anklam verschlägt, der kann hier einiges erleben. Denn anläßlich des 750. Jubiläums der pommerschen Hansestadt werfen die Anklamer auch einen Blick in die jüngere Vergangenheit. 1992 entstanden hier die wesentlichen Szenen des Debütfilms "Stilles Land" von Andreas Dresen. Der Streifen beschreibt die Situation an einem Kleinstadttheater zur Wendezeit. Den jungen ambitionierten Regisseur Kai hat es in die Provinz verschlagen. Und während draußen das Land zusammenbricht, versucht er mit 'Warten auf Godot' neuen Schwung in das resignierte Ensemble und die triste Stadt zu bringen...
Für Bernd Lukasch vom Otto Lilienthal-Museum ist der Kinofilm Anlaß und Rückblick zugleich. 25 Jahre nach dem politischen Umbruch in der DDR wünscht er sich den Film wieder auf die heimatliche Leinwand. Und Andreas Dresen? Der hat trotz geplanter Schnittarbeiten an seinem neuesten Film schon mal zugesagt. Gemeinsam mit den Anklamern und ihren Gästen wird er das "Stille Land" wiedersehen. Aber was sagt der Regisseur zur Stille? Dresen: "Stille kann eine poetische Größe sein, kann einen Ort beschreiben, wo man meditativ in sich gehen kann, sich besinnt auf die eigenen Werte. Stille kann aber auch Lähmungserscheinungen beschreiben." Wie still oder laut es am ehemaligen "Tag der Republik" in Anklam ist? Wir werden sehen.