Samstag, 20. September 2014

„Zugvogel am Sund“

Walther Plathe, als "Zugvogel" auf dem Strelasund
Seit über hundert Jahren werden auf den Inseln Rügen und Hiddensee, sowie in der Hansestadt Stralsund Filme gedreht. Diesmal stellen wir einen Film vor, der in der Hansestadt Stralsund und auf Rügen spielt.

1979 wurde der Film „Zugvogel am Sund“ gedreht. Lokale Kulisse bieten u.a. Stralsund, das Wohnschiff „Fritz Heckert“, Altefähr auf Rügen, der Rasende Roland und Moritzdorf. Doch der Reihe nach:
Ecke, gespielt vom jungen Walther Plathe, hat seine alte Arbeit an den Nagel gehängt und trampt nun nach Norden. Als „blinder Passagier“ hat er eine Mitfahrgelegenheit auf einem LKW genutzt. Als dieser stoppt, findet sich Ecke auf der Volkswerft in Stralsund wieder. Da er unerlaubt auf einem Firmengelände ist, gibt es nur eine Lösung: Er verdingt sich als Schiffbauer. Seinen Plan zum „Mädchenbegucken“ hat er dennoch nicht ganz aufgegeben. So „stolpert“ er auch über seine Kollegin Solveig, die ihn nicht nur mit Judo aussteigen lässt. Auch auf Arbeit muss sich der „Hans Dampf“ erst mal behaupten. Gut das er dabei auf seinen guten Freund Karsten, gespielt von Peter Cwielag, setzen kann. Noch besser, dass dessen Tante Meta eigentlich immer Rat weiß. Die fromme Frau hat Ecke zudem sofort ins Herz geschlossen. So aufgestellt wird am Ende alles gut: Ecke kündigt nicht auf der Werft, bekommt die Möglichkeit seine Verbesserungsvorschläge umzusetzen und seine Liebe Solveig. Der „Zugvogel“ bleibt also in Stralsund.
Eine unterhaltsame Geschichte mit vielen bekannten Schauspielern, wie Günter Schubert, Jürgen Zartmann u.v.a. Wie die christliche Tante Meta ein Loblied auf die sowjetischen Befreier singt und Solveig kurz vorm Küssen in Altefähr an die Partei denkt, geht leider zu Lasten der Glaubwürdigkeit der Rollen. – Aus heutiger Sicht aber fast schon wieder amüsant. Der Film ist übrigens auch als DVD im Handel erhältlich.    

Ecke und Karsten beim Ausflug nach Rügen.