Dienstag, 16. Juni 2015

„Den Wolken ein Stück näher“

Seit über hundert Jahren werden auf den Inseln Rügen und Hiddensee, sowie in der Hansestadt Stralsund Filme gedreht. Dabei sollen auch die mehrteiligen Filmserien nicht unerwähnt bleiben..

Wenn Kinder erwachsen werden...
Rügen. (SAS) Probleme von Kindern und Jugendlichen in Szene setzen ist nicht einfach. Erst recht nicht, wenn ein Jugendbuch, wie „Den Wolken ein Stück näher“ von Günter Görlich, schon beim Erscheinen für Diskussionen über die Lebenswelt der Jugendlichen gesorgt hat. Doch Regisseur Christian Steinke, der u.a. Erfahrungen bei der Verfilmung von „Egon und das achte Weltwunder“ sammeln konnte, löste das Thema auf seine Art. Er suchte nach Laiendarstellern die authentisch die Rolle der Schüler spielen konnten.
Erzählt wird die zweiteilige Geschichte von Klaus Herper, der mit seiner Familie nach Berlin zieht. Bedingt durch den Schulwechsel gibt es bereits Konflikte um seine Akzeptanz in der Klasse und das Verhältnis zum Klassenprimus Heinz Mateja. Erst durch die Vermittlung des Klassenlehrers Magnus, gespielt von Kurt Böwe, kommt es jedoch zum Beginn einer Freundschaft zwischen Klaus und Heinz. Auf einer Klassenfahrt nach Hiddensee verfestigt sich so auch das Einigkeitsgefühl der Klasse...
Der Film ist nicht nur mit seinem Thema bemerkenswert umgesetzt, sondern auch durch die Wahl der Drehorte besonders. Auf Hiddensee entschied man sich im August 1971 u.a. für das Schulhaus in Neuendorf. Auch die musikalische Untermalung ist einzigartig. Denn in der Band „Panta Rhei“ sangen zu diesem Zeitpunkt u.a. Veronika Fischer und Herbert Dreilich. Während Veronika Fischer 1973 – im Jahr der Erstausstrahlung des Zweiteilers im DDR-Fernsehen – ihre Solokarriere startete, gründete Herbert Dreilich mit den Bandkollegen Ulrich „Ed“ Swillms und Henning Protzmann 1975 die Band „Karat“ – alle mit großem musikalischen Erfolg! Der Fernsehfilm ist übrigens nun auch als DVD erhältlich.   

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