Samstag, 25. Juli 2015

Eine Wanderung nach Hoch Seelow


Faszinierend durch seine Natur und abwechslungsreich für Wanderungen – so präsentiert sich die Halbinsel Jasmund.  Einer der schönsten Aussichtspunkte ist Hoch Seelow.  

Jasmund (RO). Ausgangspunkt unserer Entdecker-Tour ist diesmal Sagard. Die Ortslage selbst hatte bereits als Mittelpunkt des Gardvogteibezirks Jasmund eine besondere Bedeutung. Ob sich hier jedoch auch in früherer Zeit ein Standbild des Gottes Pizamar befunden hat, wollen wir den sich streitenden Historikern überlassen. Wir folgen zunächst der August-Bebel-Straße bis zum Friedhof, an welchem die 1860 erbaute Kopfsteinpflasterstraße in Richtung Neddesitz beginnt. Die frisch mit Bäumen angelegte Allee führt uns in Richtung Nordosten. Bedingt durch ihre Unebenheit ist sie sehr verkehrsarm und für Wanderer geeignet.
Nach etwa 1,5 Kilometern kommen wir an eine Kreuzung und halten uns rechter Hand. Dann 200 Meter weiter kommen wir erneut an eine Weggabelung. Hier halten wir uns jedoch links und folgen so geradeaus dem gepflasterten Weg. So durchqueren wir die Reste der Ortslage Groß Volksitz. Das Gelände nimmt nun bereits merklich an Höhe zu. Und, obgleich man meint schon in eine der verlassensten Gegenden von Jasmund einzutauchen, begegnet man hier immer noch Radsportlern. Diese sind allerdings, bedingt durch die bereits stark ausgefahrene Pflasterung, auf ihren Mountainbikes unterwegs.
Nach etwa 1000 Metern kommen wir – mitten unter Schatten spendenden Bäumen - erneut an eine Kreuzung. Linker Hand führt nun ein gepflasterte Weg in Richtung Hagen. Diesen schlagen wir zunächst für ein paar hundert Meter ein, um einen ersten schönen Ausblick in Richtung Sagard, Neddesitz und Gummanz, sowie auf den Großen Jasmunder Bodden zu erhalten. Dann wenden wir uns jedoch in Richtung Osten, nach Wetterort. Hinter der Erhebung von Hoch Seelow befinden sich die Reste der einstigen Sendestelle der 6. Flottille der Volksmarine. Die leistungsstarken Kurzwellen-Sender waren einst verbunkert installiert. Nach dem politischen Umbruch 1989 hatte hier kurzzeitig Rügen TV seinen Sitz. Das Areal ist jedoch in einem verfallenen Zustand, den man derzeit nicht betreten kann.  


Für den Rückweg bietet sich noch ein Abstecher nach Gummanz bei Neddesitz an. Hier lädt das Kreidemuseum zu einem Besuch ein. Den authentische Rahmen bietet dazu ein bis 1962 in Betrieb befindliches Kreidewerk. Anschaulich, informativ und spannend erfährt man hier viel Neues über das weiße Gold der Insel. 

http://www.inselreport.de/p/rugen-outdoor.html