Donnerstag, 17. September 2015

Angelkutter im Schlepp

Spontanen Applaus gab es von den Passagieren auf dem Angelkutter „Rügenland“ gestern, Dienstag, den 15.9.2015, als der 23 Meter lange Seenotrettungskreuzer HANNES GLOGNER das um mehrere Meter längere und um ein vielfaches schwerere Ausflugsschiff nach einem Maschinenausfall in Sassnitz sicher an die Pier gebracht hatte. Vor dem Königsstuhl hatte die „Rügenland“ mit 41 Menschen an Bord am Nachmittag einen Maschinenausfall. 

Die "Rügenland" im Schlepp (Foto: DGzRS)
Sassnitz. (DGzRS) Gegen 15.40 Uhr hatte der Kapitän die SEENOTLEITUNG BREMEN alarmiert. Die 28 Meter lange „Rügenland“ befand sich zu diesem Zeitpunkt östlich von Rügen unterhalb der Kreidefelsen am Königsstuhl. Die Maschine war ausgefallen.
Trotz kräftigen Windes mit fünf Beaufort (bis 38 km/h) bestand zu diesem Zeitpunkt keine unmittelbare Gefahr für die Passagiere: Der Wind trieb das Fahrzeug von der Küste weg, auch Kollisionsgefahr bestand kaum, denn der Schifffahrtsweg war weit genug entfernt.
Der Seenotrettungskreuzer HANNES GLOGNER verfügt bei einer Länge von 23 Metern über nahezu 2.000 PS (1.430 kW). Zunächst im Schlepp, dann längsseits, brachte er die „Rügenland“ sicher in den Hafen zurück.
Die normalerweise in Sassnitz stationierte 36 Meter lange HARRO KOEBKE vertritt derzeit wegen eines routinemäßigen Werftaufenthaltes den größten Seenotrettungskreuzer der DGzRS-Flotte auf Helgoland. Vertreten wird er auf seiner eigenen Station Sassnitz durch die kleinere, aber leistungsstarke HANNES GLOGNER.

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