Donnerstag, 21. Januar 2016

„Du hast es versprochen“


Seit über hundert Jahren werden auf den Inseln Rügen und Hiddensee, sowie in der Hansestadt Stralsund Filme gedreht. Dieses mal stellen wir einen kürzlich im ZDF gezeigten Thriller vor...

Hiddensee (SAS). In Hannas Ehe kriselt es und ausgerechnet nun wird Clarissa – eine ehemals beste Freundin – wegen einer Überdosis Tabletten in die Notaufnahme des Krankenhauses eingeliefert, in dem sie als Oberärztin tätig ist. Kurz nach Hannas neuntem Geburtstag war damals der Kontakt zur alten Freundin abgerissen. Das war vor 25 Jahren! Doch schnell freunden sich beide wieder an und beschließen sogar, gemeinsam auf die kleine Insel zu fahren, auf der sie die Sommer als Kinder verbrachten. Doch ahnen sie noch nicht, dass sie hier bereits erwartet werden.
Für Hanna, die Mutter einer siebenjährigen Tochter, soll diese Rückkehr an die Stätte ihrer Kindheit zum Albtraum werden. Denn vor 25 Jahren ist ein Mädchen verschwunden sein, die Hannas beste Freundin gewesen sein soll. Daran kann sich Hanna allerdings nicht erinnern. Dennoch zerrt die Geschichte an ihr und sie fühlt sie sich vom Geist des kleinen Mädchens sogar verfolgt. Um selbst zu überleben, begibt sie sich auf eine Reise in die Vergangenheit. Dabei verschwimmen für Hanna die Grenzen zwischen Wahn und Wirklichkeit.
Das die sonnige Ferieninsel Hiddensee für einen Thriller als Kulisse dient, ist sicher auf den ersten Blick erstaunlich. Wer allerdings im Herbst oder Frühling die kleine Schwesterinsel Rügens besucht und am Morgen oder Abend zum Dornbusch wandert, weiß um die Atmosphäre, die diese Insel zu vermitteln hat. Ähnlich wird es auch der Regisseurin Alex Schmidt gegangen sein, die mit „Du hast es versprochen“ („Forgotten“) ihr Kino-Debüt feierte. 2012 als einziger deutscher Beitrag bei den 69. Internationalen Filmfestspielen in Venedig zu sehen, kehrte der Filmstreifen nun am 25. Juli diesen Jahres - in der Nacht - auf die Fernsehbildschirme zurück. Man hätte sich sicher für den Film mit Max Riemelt und Mina Tander (Foto) sowie Laura de Boer und Katharina Thalbach eine bessere Sendezeit wünschen können. So bleibt allen, die diesen mystischen Hiddensee-Film vielleicht verpasst haben nur der Kauf der Film-DVD. 

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