Donnerstag, 14. Juli 2016

Ein Amerikaner auf Rügen


Zwei Bürgermeister: Frank Kracht und Tom Mlada
Sassnitz. (SAS) Tom Mlada ist Bürgermeister in Port Washington. Nun besuchte er die Insel Rügen. Sein Ziel: Eine Städtepartnerschaft zwischen seiner Heimatstadt und Sassnitz. Obgleich sein Programm mit einem Ausflug nach Stralsund oder dem Besuch des Nationalparks Jasmund eng gestrickt war, blieb Zeit für ein kurzes Gespräch.
 
 Hallo Tom, wie oft warst Du schon in Deutschland?
Tom Mlada: Ich bin das erste Mal in Deutschland.
Ziel ist es ja an diesem Wochenende eine Städtepartnerschaft zwischen Port Washington und Sassnitz auf den Weg zu bringen. Habt ihr denn schon andere Partnerschaften?
Tom Mlada: Nein, das ist unsere erste Städtepartnerschaft. Aber auch für Sassnitz gibt es etwas Neues: Wir sind die ersten Partner im Westen. Natürlich sind wir sehr, sehr aufgeregt und haben hart dafür gearbeitet, denn uns war wichtig eine Partnerschaft mit einer Stadt zu finden, die auch zu uns passt, die uns sehr ähnlich ist, so dass auch ein sinnvoller Austausch stattfinden kann. Wir werden uns also auf diese Partnerschaft konzentrieren, um voneinander zu lernen und miteinander zu wachsen.
Wie kam es denn eigentlich zu dem Kontakt zwischen Port Washington und Sassnitz?
Tom Mlada: Nun, wir fragten damals Dieter Holtz, den ehemaligen Bürgermeister von Sassnitz, ob Sassnitz Interesse an einer Städtepartnerschaft haben würde. Und Dieter sagte Ja". Dann begannen wir Informationen auszutauschen, hatten viele Telefonate, bis wir eine Ebene erreicht hatten, wo beide Parlamente hier in Sassnitz und in Port Washington zustimmten, die Vorbereitungen für einen Besuch von uns in Sassnitz zu treffen. Es ist fantastisch.Und welchen Eindruck hast Du von Sassnitz?
Tom Mlada: Ich glaube, wir können nach Hause gehen und sagen, dass wir eine wundervolle Gemeinschaft, sehr gute Leute gefunden haben, die warm, freundlich und stolz sind auf ihre große Geschichte, die Stadt, die Kultur, ihre Familien und ihren Ort.
Auf welchen Gebieten ist eine Zusammenarbeit vorgesehen?
Tom Mlada: Beispielsweise haben wir seit 2013 in Port Washington einen Umweltplanungsausschuss, den ich mitbegründet habe. Hier haben wir das Ziel uns stärker auszutauschen, den Europa ist in diesen Dingen schon etwas erfahrener. Und da wir einen starken deutschen Charakter in Wisconsin haben, schauten wir natürlich auch in dieser Hinsicht sofort nach Deutschland und kamen auf Sassnitz.
Ist auch an einen Jugendaustausch gedacht? 
Tom Mlada: Ja, auch daran sind wir interessiert. Es geht bei dieser Partnerschaft ja vor allem um die Menschen, in den verschiedenen Generationen. Das ist die Basis. Denn die Menschen sollen von dieser Partnerschaft auch profitieren.
Wir danken für das Gespräch und wünschen für die Städtepartnerschaft zwischen Port Washington und Sassnitz alles Gute.

(Gespräch: Annica Stein / SAS)