Mittwoch, 5. April 2017

Auf Lenins Spuren in Sassnitz...

Die Eröffnung der Lenin-Ausstellung
Sassnitz. (SAS) Um 15.00 Uhr eröffneten Bürgermeister Frank Kracht und Stadtarchivar Frank Biederstaedt die Ausstellung "Auf Lenins Spuren in Sassnitz" in der Stadtbibliothek Sassnitz. 100 Jahre nachdem Lenin Sassnitz passiert hatte, um aus seinem Schweizer Exil in das russische Petrograd zu reisen, wollte man - wie in Zürich - mit einer kleinen Ausstellung an das historische Ereignis erinnern. Klein, aber fein - so umschrieb Stadtarchivar Frank Biederstaedt dann auch das Ergebnis der Zusammenarbeit zwischen dem Verein "100 Jahre Königslinie" und dem Stadtarchiv Sassnitz. Zu sehen sind neben Schautafeln, die noch eine weitere Ergänzung erfahren, auch Gegenstände, die man zu DDR-Zeiten im Lenin-Waggon käuflich als Souvenir erwerben konnte. Zu verdanken hatte das Stadtarchiv diesen glücklichen Umstand, der auch den Vitrinen zur Ausgestaltung half, dass der langjährige Leiter Hans Albers der Sassnitzer Lenin-Gedenkstätte auch Stadtarchivar war. Überhaupt der Lenin-Waggon...
Die Schautafeln...
Viele Episoden die zur Eröffnung der Ausstellung von den über 20 Erstbesuchern erzählt wurden, drehten sich um diese Einrichtung. Kein Wunder, denn die Gästerbücher, die Bestandteil der Ausstellung sind, gaben auch Anlass zur Rückschau. So wurde u.a. erzählt, dass Lenin in Sassnitz ursprünglich ein eigenes Lenin-Museum gewidmet werden sollte, dann aber ein Waggon als Alternative das kostengünstigere Ergebnis war. Der wurde wiederum als technisches Denkmal, einem preußischen Beförderungsmittel 3. Klasse, von Mitarbeitern eines Reichsbahnausbesserungswerk (RAW) in freiwilliger Arbeit aufgearbeitet und - wie Stadtpräsident Norbert Thomas zu berichten wusste - eingeweiht, wofür im Vorfeld sogar Rollrasen zum Einsatz kam und die Straße neuen Teer erhielt.
Erinnerungen an den Lenin-Waggon...
Auch um das Lenin-Denkmal waren einige Episoden zu hören, Beispielsweise, wie der Kopf in einer Schlinge aufgesetzt wurde, es aber dazu keine Fotos geben durfte. Diese wurden aber trotzdem dokumentiert, natürlich heimlich - und befinden sich heute im Stadtarchiv. Auch war der Gedenkstein - der mal vor dem Kurhotel stand - einem Touristen eine Nachfrage wert. Alt-Bürgermeister Dieter Holtz, einer der Gäste, machte noch außerdem auf die Neuveröffentlichung "Lenins Zug" aufmerksam. Diese wird u.a. am Samstag um 15.30 Uhr bei der Veranstaltung "Lenin in Sassnitz" - neben einigen Filmbeiträgen zu Lenin auf Rügen - im Panorama-Café (9. Stock) des Rügen-Hotels vorgestellt werden.

...und Souvenirs der Lenin-Gedenkstätte