Mittwoch, 5. April 2017

Einstimmigkeit & lustige Begebenheiten...

Hauptstraße 33 in Sassnitz
Sassnitz. (SAS) Gerne würden wir an dieser Stelle ausführlich berichten, was sich heute in der Stadtvertretersitzung zugetragen hat. Da wir allerdings den Qualitätsmaßstäben des Hauses entsprechen möchten, die an uns angelegt werden, suchen wir diese Form der Berichterstattung:

Heute gab es keine Anfragen in der Bürgerfragestunde. Außerdem wurden wir aufgefordert durch den Bürgermeister Frank Kracht (parteilos) unsere Dokumentation via Mobilfunkgerät einzustellen. In allen Beschlussvorlagen gab es Einstimmigkeit, in den meisten sogar ohne Redebedarf.

Dennoch gab es auch lustige Begebenheiten:

So fragte beispielsweise der Abgeordnete Norbert Benedict (SPD), ob es möglich wäre, dass man die noch vorhandenen Tiere im Tierpark auch ohne Sicherheitsrisiko füttern könne. Die Nachfrage zielte allerdings nicht auf gefährliches Großwild im Tierpark ab. Hintergrund war stattdessen die Gefährdung von Mitarbeiter durch eventuell umstürzende Bäume. Zum Erstaunen der Anwesenden erklärte der Bürgermeister Frank Kracht (parteilos), dass das verbliebene Personal Wegeführungen aus Sicherheitsgründen vorgegeben bekommen hat. Natürlich bleibt die Hoffnung, dass die Bäume entsprechend Bescheid wissen. Die Nachfrage welche Mitarbeiter noch dort arbeiten würden, war ein Thema im Hauptausschuss. Zu Personal, Eigentum und Geld – in Bezug auf den Tierpark – gibt es also keine öffentlichen Aussagen. Und da dürfte man sich erneut wundern, denn: Das klare Angebot des Bürgermeisters Frank Kracht (parteilos) an die „neuen Medien“ (uns) war, doch einfach zum Telefonhörer zu greifen…

Wer schon einmal in den Urlaub gefahren ist, kennt das: Wo ist freies WLAN? In Sassnitz wird die Frage allerdings anders gestellt. Zunächst gab es einen Antrag von Peter Kordes (FDP) für freies WLAN. Vorgeschlagen wurde dann jedoch von ihm, diesen wieder zurück in den Wirtschaftsausschuss zu verweisen. Frau Zillmer (CDU) meinte darauf: „Wollen wir das diskutieren? Wenn Sie sagen es macht keinen Sinn, dann machen wir das nicht.“  Also ist die Frage in Sassnitz: Wann machen wir das?

Eine andere erheiternde Begebenheit war die Benennung einer Stichstraße in Mukran. Der Antrag von Nils Peters (CDU) beinhaltete den Vorschlag diese mit „Zum Fährblick“ zu widmen. Allerdings hatte er dabei nicht mit der Charme-Offensive der Linken gerechnet. Diese meinte, da man ohnehin nur noch einmal am Tag Fähren sieht, könne man die Stichstraße doch auch „Zur Bäckerei“ benennen. Am Ende einigte man sich jedoch – natürlich einstimmig – auf „Zum Fährblick“.


Eines kann man letztendlich feststellen in der Hauptstrasse 33 wurden die Lager-Kämpfe beendet, es gibt nur noch einstimmige Ergebnisse. Sicher eine Grundlage für gute Entscheidungen in der Stadt.