Donnerstag, 18. Januar 2018

Pommernkonvent kehrt heim

Die Stettiner Jakobikirche gilt als eine der größten pommerschen Kirchen
Greifswald (PEK/SAS). Wie der Pommersche Evangelische Kirchenkreis in einer Pressemitteilung mitteilt, hat die "Gemeinschaft Evangelischer Pommern", die auch als Pommernkonvent bezeichnet wird, seinen Sitz in diesem Jahr nach Greifswald verlegt. Mit der Eintragung in das Vereinsregister des Greifswalder Amtsgerichtes folgte nun in diesem Jahr die Umsetzung eines Beschlusses von November 2017. Der Pommernkonvent strebt mit diesem Schritt eine stärkere Verankerung in den Kirchgemeinden des Pommerschen Kirchenkreises an.
Die Geschichte des Pommernkonvents reicht in die Nachkriegsjahre des zweiten Weltkriegs zurück. Nach dem Verlust der Heimat fanden sich damals Pastoren der ehemaligen Kirchenprovinz Pommern in Schleswig-Holstein zusammen, um darüber zu beraten, wie zukünftig die in Hinterpommern verbliebenen Gemeindemitglieder, die nun zu Minderheiten in den von Polen besetzten Gebieten geworden waren, unterstützt und wie eine geistliche Seelsorge und Beheimatung der in den Westen geflohenen und vertriebenen Pommern erfolgen kann. So kam es zur Gründung des Pommernkonvents, wie Dr. Christph Ehricht, der heutige Vorsitzende des Vereins berichtet.

Zu den Schwerpunkten der Vereinsarbeit zählte die Pflege der Gemeinschaft, der Austausch von Erfahrungen und Erinnerungen sowie die praktische Hilfe und Unterstützung durch das Sammeln von Spenden.  „Mit der Wiedervereinigung Deutschlands und dem Ende des Ost-West-Konflikts ergaben sich neue Möglichkeiten und neue Aufgabenfelder für die inzwischen ca. 100 Mitglieder“, so Dr. Christoph Ehricht. „Heute steht die Zusammenarbeit mit den evangelischen Gemeinden im polnischen Teil Pommerns im Vordergrund.“

Zu den Höhepunkten des ersten Halbjahres 2018 zählen u.a. die Osterfeiern in Stettin, Köslin und Stolp sowie das mittlerweile 27. Pommerntreffen in Anklam am 8. April 2018.