Freitag, 16. Februar 2018

Pfarrhaus soll als als Treffpunkt erhalten werden

Hoffnung für den Erhalt des Rambiner Pfarrhauses (Foto: PEK / Sebastian Kühl)
Rambin (SAS). Das vom Verfall bedrohte Pfarrhaus Rambin soll - wie es aus einer Pressemitteilung des Pommerschene Evangelischen Kirchenkreises (PEK) zu entnehmen ist - erhalten werden. Seine Zukunft könnte das etwa 250 Jahre alte und denkmalgeschützte Gebäude vielleicht als Mittelpunkt der Gemeinde haben und so auch in den kommenden Jahren Begegnungsstätte sein.

Alte Gebäude kosten in ihrem Erhalt bisweilen viel Geld. Das musste auch die Kirchgemeinde Rambin feststellen. Eine Sanierung ihres denkmalgeschützten Pfarrhauses würde nach einem aktuellen Überschlag zwischen 300.000 und 350.000 EUR kosten. Das überschreitet auch die finanziellen Möglichkeiten der Kirchgemeinde deutlich. Die Alternative dazu wäre - bedingt durch den bereits eingetretenen Bauzustand des Gebäudes - ein Abriß und Neubau. Ein dafür favorisiertes Konzept dafür hätte ein Ensemble von zwei Gebäuden vorgesehen, das aus einem Begegnungszentrum und einem Gebäude für betreutes Wohnen bestehen würde.

Doch es kam anders: Im Sommer 2017 kam ein Initiativkreis auf die Kirchengemeinde zu, der das Ziel hat, das historische Gebäude im Bestand zu erhalten. Bedingt durch die bereits eingangs umrissenen Kosten gab es nun den Vorschlag einen Erbpachtvertrag abzuschließen und einen symbolischen Preis von einem Euro festzulegen. So kam es auch bereits zu einem Vorort-Treffen an dem sich sowohl Vertreter der örtlichen Kirchengemeinde als auch Mitglieder des Initiativkreises und interessierte Rambiner beteiligten. Geführt wurde es durch die Pröpstin der Probstei Stralsund, Helga Ruch. Dabei kamen zwei wesentliche Punkte zum Tragen, die zur Voraussetzung wurden: Der Erhalt des historischen Gebäudes und der offene Charakter von Grundstück und Gebäude. Letzterer schließt auch die Nutzungsmöglichkeit durch die Kirchengemeinde und mit dem Verein Insel e.V. ein. Sollte es nicht zur angestrebten Sanierung kommen, die innerhalb von fünf Jahren und in einem Zeitfenster von maximal zwei Jahren erfolgen soll, besteht die Möglichkeit der Rückabwicklung des Vertrages. 

Das Angebot wird durch die Kirchengemeinde bis zum 30. Juni 2018 aufrecht erhalten. Bis dahin muss sich nun aus dem Initiativkreis heraus eine rechtliche Institution bilden, die als Vertragspartner in das Angebot eintritt. Denkbar wäre dafür beispielsweise ein Trägerverein oder eine gemeinnützige GmbH. Zwar betonte die Pröpstin Helga Ruch, dass der Erhalt von wertvollen Gebäuden im Pommerschen Evangelischen Kirchenkreis einen sehr hohen Stellenwert hätte und Teil des Selbstverständnisses sei, jedoch wären die eigenen Möglichkeiten im Falle des denkmalgeschützten Pfarrhauses von Rambin begrenzt und ein Erhalt aus eigener Kraft unfinanzierbar. Dies wurde auch durch die Pastorin der Kirchengemeinde, Ellen Nemitz, bestätigt. „Die Kirchengemeinde hat die eigenen Gemeindeglieder ebenso wie die Rambiner und alle Interessierten von Beginn an in die Ideenfindung und in die Planungen für das neue Begegnungszentrum und in die Entwicklung des Pfarrgrundstücks mit einbezogen und zu Besichtigungen und Planungsrunden eingeladen, in der Hoffnung, eine Lösung zu finden.“ Darum wäre auch die Freude groß, wenn es zur Annahme des Angebotes an den Initiativkreis käme.