Sonntag, 4. März 2018

Eine Insel verliert ihr Gesicht


Ein einziger Satz im Gespräch des Nordmagazins mit dem Tourismus - Chef der Insel Rügen zeigt das ganze Dilemma, in dem sich die Insel Rügen befindet. Die Insel wurde - und wird total verkannt und von zuviel Leuten verwaltet und gemanagt, die nur nur ihren "Job" machen. - und das sehr schlecht.

Er sagte lächelnd: "Wenn wir dem Grand Canon auch keine Konkurrenz machen, so wäre es doch schön, wenn wir das Ding hätten. "Damit verglich er den größten Canyon - und National Park der Welt mit dem kleinsten Nationalpark Deutschlands. Er hat überhaupt nicht begriffen, dass die Dimensionen 500 km Schlucht gegen 8 km Küste gar keinen Vergleich zulassen, da eine solche Brücke in den  Weiten des Canyons fast verschwinden würde - aber den Blick auf Königsstuhl und Victoria-Sicht für immer zerstören würde.

Die Dimension des Canyons verdoppelt sich sogar, da er umrundet werden kann und überall kolossale Ausblicke bietet, wogegen unser "Ausblick" auf lächerliche 150 Meter schrumpft. Dieses Projekt muss in jedem Fall verhindert werden. Es wäre eine grandiose Fehlleistung des Architekten-Büros, nur den Gewinn und das Prestige im Auge zu haben und einen  Natioinalpark und "Welt-Natur-Erbe" zu vernichten.

So dilettantisch hier versucht wird, eines der schönsten Wandergebiete Deutschlands "unwegbar" zu machen, indem man die einzige Treppe im schönsten Küstenbereich verrotten - statt zu reparieren lässt, ist eine Schande. Angeblich wären die paar Euros und Eigenleistungen nicht aufzubringen - aber die 7 Millionen für den Bau dieses Monstrums aufzubringen reicht es? Man sollte sich lieber erinnern, dass die Stadt Saßnitz schon einmal unter "Zwangsverwaltung" stand.

Wer nun Fördergelder erwähnt, dem sei gesagt, dass dieses Geld nicht mit einem Haushalts-Drucker, rund um die Uhr für Nutznießer gedruckt wurde, sondern von vielen Menschen hart erarbeitet wurde. Das Geld sollte für besondere Aufgaben eingesetzt werden - und nicht Versagern zugeschoben werden, die es für Prestige-Zwecke verbauen. 

Klaus Ender,
Naturfotograf und Buchautor

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"Der we(h)r(t)lose Nationalpark" und "Von der Waldschenke zum "Mensch Otto Laden"...