Sonntag, 25. März 2018

Mahnung vom Königsstuhl: Rette Deine Insel! (1)

 

Königsstuhl (SAS). Inselretter zu werden, ist nur was für Frühaufsteher. Das wurde auch den Aktivisten der Insel Rügen klar, die sich (trotz Zeitumstellung!) spontan für heute früh um 7.00 Uhr auf dem Königsstuhl verabredeten, um von dort aus ein Zeichen unter der Losung "Rügen - Rette Deine Insel!" in die Welt zu senden.

Und so trafen sich Rüganer aus Lohme, Sassnitz, Sagard, Binz, Putbus und vielen anderen Orten, um auf dem Wahrzeichen der Insel ein entsprechendes Transparent zu entrollen und um so ihrem Anliegen Nachdruck zu verleihen. Das sie mit ihrem Anliegen Gehör finden möchten, ist nicht unverständlich, denn alleine die Diskussion um den Erhalt des Abstiegs am Königsstuhl, die Verhinderung einer Überbauung des Wahrzeichens der Insel mit einer sogenannten "Schwebebrücke" die an einem etwa 40 Meter hohen Phylon aufgehängt werden soll oder die massiven inselweiten Abholzungen von Bäumen sorgen derzeit bei vielen für Unmut.

Burhard Rahn (links) und Norbert Dahms (rechts)
Heute ergriffen stellvertretend für viele andere Rüganer der Sassnitzer Norbert Dahms und der Lohmer Burkhard Rahn das Wort, um kurz und knapp ihre Sicht auf die Dinge vorzutragen und auszudrücken, warum ausgerechnet auf dem Königsstuhl ein Zeichen gesetzt werden sollte.

Von Lohme, wo sich auch Bürger zusammentaten, um Unterschriften für den Erhalt des Abstiegs am Königsstuhl zu kämpfen, geht auch bereits am nächsten Ostersamstag, den 31. März 2018 eine weitere Aktion aus. Um 14.00 Uhr soll an der Buswendeschleife vom Nationalpark-Zentrum Jasmund eine entsprechende Protestkundgebung stattfinden.

Bürger der Insel setzen ein Zeichen: "Rette Deine Insel!"
Viele der Argumente und Gegenargumente werden dann noch einmal eine Reflektion finden. Aber vor allem will man sich für den Königsstuhl als Naturdenkmal und für einen naturnahes Erleben der Insel durch den Abstieg am Königsstuhl einsetzen. 

Von der Veranstaltung heute ist auch ein kurzer Videomitschnitt gemacht worden. Er wird am heutigen Nachmittag an gleicher Stelle veröffentlicht werden, um allen, die heute nicht dabei waren oder dabei sein konnten, einen Eindruck zu vermitteln.

Die Forderung ist unmissverständlich.