Freitag, 9. März 2018

Stellungnahme von Claudia Müller (B’90/Grüne)


Schwebebrücke am Königsstuhl

In diesem sensiblen Gebiet ist die Begehbarkeit des Königstuhls am Ehesten durch eine Wiederherstellung der Treppe  zu erreichen. Der Zugang an den Fuß des Königsstuhls stellt die eigentliche Attraktion dar. Das Land muss sich bei der Finanzierung der  Treppe beteiligen. Der Königstuhl ist ein Tourismusmagnet, der über das ganze Land "strahlt".

Die Schwebebrücke halte ich für überdimensioniert und unpassend in so einem schützenswerten Gebiet. Zudem werden viele Besichtigung durch Schiffsfahrten von der Seeseite aus durchgeführt. In den vergangen Jahren haben sich viele Fischer mit solchen Ausflugstouren selbstständig gemacht. Die Schwebebrücke steht dann evtl. zukünftig in Konkurrenz zu den wasserseitigen Besichtigungstouren.

Die notwendige Eigenbeteiligungen für solch ein Millionenprojekt benötigen  die Gemeinde und die Region für dringendere Investitionen, wie zum Beispiel Schulsanierung und  Radwegeausbau.

Claudia Müller (MdB, Bündnis 90/Die Grünen)
Stralsund, den 9. März

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Anmerkung:

Wir haben alle Bundestagsabgeordneten, die im Wahlkreis 15 auch als Direktkandidaten für Vorpommern und Rügen angetreten sind, um eine Stellungnahme zum Bau einer Fußgängerschwingbrücke am Königsstuhl gebeten. Das Bauwerk soll im Auftrag der Stadt Sassnitz für geschätzte 7 Millionen im Nationalpark Jasmund errichtete werden. Carsten Schwarzlose von der BIG Städtebau Unternehmensgruppe soll das Projekt im Auftrag der Stadt Sassnitz begleiten. 

Die hier veröffentlichten Stellungnahmen werden in der Reihenfolge veröffentlicht, wie sie in der Redaktion eingegegangen sind. Die von den Bundestagsabgeordneten vertretenen Inhalte geben nicht die Meinung der Redaktion wieder.