Mittwoch, 7. März 2018

Stellungnahme von Kerstin Kassner (Linke)


Schwebebrücke am Königsstuhl

Wenn heute die ITB in Berlin ihre Pforten öffnet, ist Mecklenburg-Vorpommern Partnerland, denn unser Land gehört schon jetzt zu den beliebtesten Reisezielen im Land. Rügen mit dem Königsstuhl ist sozusagen national, aber auch immer mehr international bekanntes Aushängeschild, noch mehr seit die Buchenwälder zum Weltnaturerbe erklärt wurden. Mit unseren Schätzen, allen unseren Schätzen müssen wir sorgfältig umgehen. Aus diesem Grund bin ich für die vorgestellte Lösung, die natürlich ihren Preis hat. Dabei geht es nicht nur um eine Aufwertung des Standorts , sondern auch um die Sicherheit für Natur und Besucher. Mich freut besonders, dass eine ähnliche Variante wie die früher heiß diskutierte und inzwischen prämierte und besonders beliebte Brücke in Sassnitz gewählt wurde.

Trotzdem verbinde ich meine Zustimmung mit der Mahnung, dass „Leuchttürme“ nicht ausreichen. Für den gesperrten Abstieg am Königsstuhl muss eine Lösung oder zumindest eine Alternative mit allen Beteiligten diskutiert und gefunden werden. Wir Menschen sehnen uns nach Ruhe, Schönheit und Natur. Die kann man aber nur erleben, wenn man sich länger in unserer wunderschönen Natur aufhält und ihr bei Wanderungen ganz nahe kommt. Generell müssen die Nationalparke auch finanziell so ausgestattet sein, dass ausreichend Personal für Führungen, Instandhaltungen...  vorhanden sind.

Kerstin Kassner (MdB, Die Linke)
Berlin, den 7. März

---




Anmerkung:

Wir haben alle Bundestagsabgeordneten, die im Wahlkreis 15 auch als Direktkandidaten für Vorpommern und Rügen angetreten sind, um eine Stellungnahme zum Bau einer Fußgängerschwingbrücke am Königsstuhl gebeten. Das Bauwerk soll im Auftrag der Stadt Sassnitz für geschätzte 7 Millionen im Nationalpark Jasmund errichtete werden. Carsten Schwarzlose von der BIG Städtebau Unternehmensgruppe soll das Projekt im Auftrag der Stadt Sassnitz begleiten. 

Die hier veröffentlichten Stellungnahmen werden in der Reihenfolge veröffentlicht, wie sie in der Redaktion eingegegangen sind. Die von den Bundestagsabgeordneten vertretenen Inhalte geben nicht die Meinung der Redaktion wieder.