Mittwoch, 7. März 2018

Zukunft der Traditionsschifffahrt gesichert

Mit Interesse besuchen immer wieder Küstenbewohner und ihre Gäste die Traditinsschiffe
Berlin. (SAS) Aufatmen für die Traditionsschifffahrt an Nord- und Ostsee: Im Beisein der Vereine und Verbände der deutsche Traditionsschiffer wurde heute durch den amtierenden Bundesverkehrsminister Christian Schmidt (CSU) die neue Sicherheitsverordnung für historische Schiffe unterzeichnet.

Nachdem das Bundesverkehrsmnisterium unter Alexander Dobrindt die Bestimmungen der Traditionsschifffahrt deutlich verschärfen und die Vorgaben für die technische Ausstattung und Besatzung aus der Berufsschiffahrt übernehmen wollte, fürchteten viele der Verbände und Vereine um die Zukunft.

Nun bekannte sich der amtierende Bundesverkehrsminister Christian Schmidt zu den Traditionsschiffen, die ein Wahrzeichen der Schiffsnation Deutschland wären. Er betonte: "Dieses kulturelle Erbe wollen wir langfristig erhalten und haben die Schiffe jetzt fit für die Zukunft gemacht. Dafür haben wir gemeinsam mit den Vereinen und Verbänden eine Lösung gefunden, die die Sicherheit auf historischen Schiffen für Besatzung und Passagiere erhält und stärkt." Dazu sei auch die Auflage eines Förderprogramm vorgesehen, dass - bei notwendigen Umbauten - eine Unterstützung ermöglicht.

Jan-Matthias Westermann, der Vorsitzende des Dachverbandes der deutschen Traditionsschiffe (GSHW), lobte in diesem Zusammenhang die Zusicherung des Bestandsschutzes der Flotten sowie die angedachte finanzielle Unterstützung für benötigte technische Verbesserungen.Außerdem dankte er allen Beteiligten, dass das maritime Erbe auch aufgrund der vereinbarten Übergangsfristen erhalten bleiben wird.

Um die Umsetzung der neuen Sicherheitsverordnung zu unterstützen, ist zudem die Einrichtung einer Ombudsstelle vorgesehen. Sie soll - im Falle von Unstimmigkeiten - zwischen den Betreibern von Traditionsschiffen und den Zulassungsstellen eine Vermittlung vornehmen. Als Onbudsleute sind derzeit die ehemalige Bundestagsabgeordnete Dr. Valerie Wilms (Bündnis 90/Grüne) und der ehemalige Präsident des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrografie Prof. Dr. Dr. h. c. Peter Ehlers im Gespräch.

Die Bundestagsabgeordnete Sonja Steffen (SPD), die sich auch während des Bundestagswahlkampfes 2017 verstärkt für eine Lösung im Sinne des Erhaltes der Traditionsschifffahrt eingesetzt hatte, erklärte dazu:  "Ich freue mich über die erzielte Einigung. Jetzt ist es wichtig die tatsächliche Umsetzung der Verordnung genau zu beobachten. Die Traditionsschifffahrt lebt vom Ehrenamt. Und das zu unterstützen ist uns wichtig. Ich hoffe, dass wir weiterhin viele Traditionsschiffe bei uns in Mecklenburg-Vorpommern haben werden."


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