Sonntag, 22. April 2018

Welche Qualität hat unser Trinkwasser?


Stralsund (PA). Am Mittwoch, den 25. April 2018, lädt die Kreistagsfraktion der Grünen zu einer öffentlichen Fraktionssitzung über die Trinkwasserqualität und ihre Auswirkungen für die Verbraucher ein. Dazu sind ab 18.00 Uhr alle interessierten Bürgerinnen und Bürger des Landkreises Vorpommern-Rügen herzlich im GRÜNEN Büro (Alter Markt 7 in Stralsund) eingeladen.

Zu der Veranstaltung werden u.a. Vertreter des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND), des Bauernverbandes und der Kooperationsgemeinschaft Wasser und Abwasser Mecklenburg-Vorpommern e.V. (KoWa MV) sowie der unteren Wasserbehörde erwartet.

Bereits im Vorfeld sagte dazu Helge Eggersmann, der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen im Kreistag Vorpommern-Rügen:  

„Das Thema Trinkwasserqualität birgt eine besondere (kommunal-)politische Brisanz. Das für uns Alle wichtigste Lebensmittel, das etwa über die Einträge von Chemikalien, Dünge- oder Pflanzenschutzmitteln erheblichen Belastungen ausgesetzt ist, steht im Mittelpunkt unserer öffentlichen Sitzung. Mit den eingeladenen VertreterInnen vom BUND, KoWa MV, Bauernverband und der Kreisverwaltung haben wir sachlich kompetente Gäste eingeladen, die sicher viele Fragen beantworten können.“


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Anmerkung:
Nitrat und Nitrit aus Düngemitteln, Pflanzenschutzmitteln, Schwermetalle aus Industrieabfällen und bestimmte Bakterien können in unbehandeltem Wasser reichlich vorhanden sein. Deswegen kommt der Wasseraufbereitung in den Wasserwerken eine hohe Verantwortung zu, damit das Trinkwasser stets in einwandfreiem Zustand dem Verbraucher bereit gestellt wird. Dieser verbraucht im Durchschnitt etwa 150 Liter Wasser pro Tag. Einen großen Teil wendet er übrigens für das Waschen, das Blumengießen und die Toilettenspülung auf. Der verantwortungsbewußte Umgang gewinnt dabei in der Zukunft an Bedeutung, denn Wasser in ausreichend hoher Qualität ist nur begrenzt verfügbar.

Verunsicherung schafft derzeit u.a. der Einsatz des Totalherbizids Glyphosat zur Unkrautbekämpfung in der Landwirtschaft. Wird Glyphosat so in Gewässer eingetragen aus denen Trinkwasser gewonnen wird, gibt es ein Problem. Bei Trinkwasser darf die Konzentration von Glyphosat den vorgeschriebenen Grenzwert von 0,5 µg/l nicht überschreiten. Dennoch empfehlen Ratgeber für Gesundheit unabhängig davon einen Test des eigenen Grundwassers.