Freitag, 11. Mai 2018

Sonderausstellung: "Die Dänen sind da!"

 

Greifswald (PA). Wer die Lebensläufe der beiden pommerschen Maler Caspar David Friedrich (1774-1840) und Philipp Otto Runge (1777-1810) kennt, dem ist auch die Kopenhagener Akademie ein Begriff. In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts galt diese Einrichtung zweifelsfrei als eine der modernsten Kunstschulen Europas. Dabei gab es nicht nur die Ausbildung von Künstlern sondern auch deren Reflektion auf die Kopenhagener Akademie. Sicher ein guter Grund, um der dänischen Malerei mit "Die Dänen!" eine eigene Ausstellung zu widmen. Dies ist nun im Pommerschen Landesmuseum erfolgt.

Dabei setzt das Pommersche Landesmuseum auch deutschlandweit Maßstäbe, denn: Mit der Sonderausstellung "Die Dänen!" ist gleichzeitig auch die größte zusammenhängende Sammlung dänischer Malerei des 19. Jahrhunderts in einem deutschen Museum zu sehen. Möglich ist dies durch die vor zwei Jahren erfolgte Schenkung des Berliners Christoph Müller an unser Land geworden.

Noch bis zum 12. August 2018 sind die Exponate vom "Goldenen Zeitalter" der dänischen Malerei bis zur Jahrhundertwende zu sehen. Müller selbst schrieb einmal mit Bezug auf seine gesammelten Werke: "Wer meine Sammlung kennt, der kennt mich." Die Liebe zu den Bildern von Janus la Cour oder Christian Frederik Eckardt werden dabei sicher viele der Besucher teilen. Sie haben enorme Strahlkraft und stellen Mensch und Landschaft bestechend dar. Insgesamt sind etwas über 380 Gemälde, Zeichnungen, Aquarelle und Druckgrafiken von fast 120 Künstlern zu sehen.

Die Sonderausstellung, die neben der Ausstellung zur pommerschen Landeskunde, gezeigt wird, kann jede Woche von Dienstag bis Sonntag zwischen 10.00 Uhr und 18.00 Uhr besucht werden. Der Eintritt kostet 6,50 EUR (Erwachsene) bzw. 4,50 EUR (ermäßigt), alternativ wird auch eine Familienkarte für 13,00 EUR angeboten.


Das Pommersche Landesmuseum entstand zwischen 1998 und 2005 in der Hansestadt Greifswald. Bereits im Vorfeld des Aufbaus wurde 1992 - gemeinsam von der Stadt Greifswald und der Ernst-Moritz-Arndt-Universität - beim zuständigen Landesministerium ein entsprechender Antrag gestellt. Zu den Gebäuden des Pommerschen Landesmuseums gehören beispielsweise der Quistorp-Bau und das Graue Kloster. Nach der Gründung der Stiftung Pommersches Landesmuseum sollten u.a. die Bestände der Stiftung Pommern, die neben Stettiner Kunstbeständen auch eine umfangreiche kulturgeschichtliche Sammlung und Bibliothek zu Pommern aufgebaut hatte, auch wieder in Vorpommern präsent sein. Dies erfolgte ab 1999.

Christian Frederik Eckardt: "Idyllischer Sommertag am Eingang des Dyrehaven bei Kopenhagen", 1883 Öl auf Leinwand, 40 x 64 cm (Foto: Pommersches Landesmuseum)
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