Dienstag, 12. Juni 2018

Blech an Blech: Chaostage auf Rügen


Einfahrt nach Samtens: Hier staut sich alles in Richtung Stralsund
Rügen / Stralsund (PA) Wer heute von Bergen in Richtung Stralsund unterwegs war, konnte schon bei der Abfahrt nach Samtens abbremsen, denn die Schnellstraße war wegen "Bauarbeiten" gesperrt und der Verkehr wurde Richtung Samtens zur Ampelkreuzung in einen sich bereits gebildeten Stau gelenkt.

Hier standen sie - Blech an Blech - Rüganer und ihre Gäste vereint; in der Hoffnung, es könne bald weitergehen. Da das Abbiegen nach links (über die Bahnschienen in Richtung Garz und auf den A20-Zubringer B96n) nicht als gesperrt ausgewiesen wurde, sammelte sich nun der Verkehr auf der Abbiegerspur. Das Problem: Ein ausfahrender Zug blockierte hier auch noch die Weiterfahrt. Als die Schranken und die Ampel nun die Straße in Richtung A20-Zubringers B96n wieder freigaben, endete diese Fahrt allerdings auch bereits nach wenigen hundert Metern.

Auch die Abfahrt zum A20-Zubringer, der B96n, war gesperrt
So ging es also wieder zurück zu den Schranken von Samtens. Auch hier staute sich nun wieder die Abbiegespur in Richtung Stralsund. Immerhin ermöglichten die unnötigen Abfahrten und Manövrierversuche von Rüganern und Gästen einen weiteren Verkehrsfluß auf der Kreisstraße in Richtung Rambin. Die, die falsch abgefahren waren, mussten sich allerdings wieder hinten anstellen und erneut einfädeln.

Zurück in Richtung Samtens und einordnen zum Abbiegen nach Stralsund (links)
Die gute Nachricht: Bis Rambin kam die Kolonne doch noch einmal in Schwung. Das hielt einige Autofahrer vielleicht von einem Blick auf die B96n ab. Hier fanden allerdings keine "Bauarbeiten" statt, sondern es wurden die Straßengräben gemäht. Während man nun nach Rambin hineinrollte, bemerkte man bereits einen weiteren Geschwindigkeitsverlust, der sich am Ortsausgang weiter verstäkte und schließlich zum Stillstand führte und im Stau endete. Hier standen nun letztlich alle Räder still. Nichts ging mehr!

Nichts geht mehr: Die Kreisstraße in Richtung Altefähr ist dicht.
Mühsam quälte sich alles nun immer wieder ein paar Meter nach vorn, dann wieder Standzeiten. Man hätte sich zu diesem Zeitpunkt gewünscht, dass die Mäharbeiten zu Zeiten durchgeführt würden, die verkehrsarm gewesen wären, aber nun war das reine Fantasie. Hoffnung schöpften dann viele Autofahrer als der Abzweig zur Rügenbrücke kam. Auch sie war auf den Schildern nicht als gesperrt ausgewiesen worden. Also ordneteten sich viele Rüganer und Gäste auf der Abbiegespur ein. Erst an der Spitze stellten sie jedoch fest, dass auch hier alles dicht gemacht worden war. So begann das chaotische Wiedereinfädeln in die Schlange. Wenigstens passierten zu diesem Zeitpunkt keine Unfälle! Und als ob das nicht schon genug gewesen wäre, war auch noch der Rügendamm nicht passierbar... Die Fahrt von Bergen nach Stralsund dauerte 1,5 Stunden. Immerhin führten die vielen Sperrungen und Umleitungen auf Rügen zu einem Besuch vieler Dörfer, wie Sehlen, Karnitz oder Rambin. Und dort wird man sich wohl an früher erinnert haben.

Neben Mäharbeiten wurde die Rügenbrücke überprüft, darum erfolgten die Sperrungen...