Samstag, 16. Juni 2018

Der Fall Juliane: Exhumierung im Oktober 2018

Die Mutter von Juliane vor dem Erörterungstermin am 11. Mai 2018 in Greifswald
Greifswald / Sassnitz (SAS). Die Stadt Sassnitz stimmt nach dem Erörterungstermin der Sach- und Rechtslage am 11. Mai 2018 im Greifswalder Landesverfassungsgericht einer Öffnung der Grabstelle von Juliane Kube und der Durchführung der so ermöglichten Exhumierung zum Zwecke einer DNA-Entnahme und Untersuchung durch das Institut für Rechtsmedizin des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf ohne Einschränkung zu. Die Beauftragung zur Graböffnung und die ggf. stattfindende DNA-Untersuchung liegen in den Händen der Mutter von Juliane Kube.

Eine entsprechende schriftliche Vereinbarung wurde dazu am Freitag, den 15. Juni 2018, von den rechtlichen Vertretern der Mutter Julianes und der Stadt Sassnitz unterzeichnet. Der Rechtstreit wurde gestern in Sassnitz in der Sache einvernehmlich beigelegt. Damit steht einer im Oktober 2018 stattfindenden Exhumierung nichts mehr im Weg und der Fall Juliane hat eine überraschende Wende genommen..

Da die Kosten des gerichtlichen Verfahrens in der ersten und zweiten Instanz gegeneinander aufgehoben werden, hat die rechtliche Auseinandersetzung der Stadt Sassnitz Kosten in vierstelliger Höhe beschert.

Nach einem Beitrag des NDR-Fernsehens hatten sich Anfang des Jahres 2018 verschiedene Medien des Falls Juliane Kube angenommen. Galt bis dahin, dass das dreieinhalbjährige Mädchen aus Sassnitz 1977 während eines Aufenthalts bei seinen Großeltern in der Badewanne ertrunken sei, so nährte nun ein anonymer Hinweis Zweifel. Die Mutter von Juliane Kube sucht mit der Exhumierung nach Gewißheit.

Hier sitzt das Landesverfassungsgericht: Domstraße Nr. 7 in Greifswald