Mittwoch, 6. Juni 2018

Deutsch-Polnische Medientage in Stralsund

Die Deutsch-Polnischen Medientage fanden in diesem Jahr an der Fachhochschule Stralsund statt
Stralsund (PA). Heute begannen die Deutsch-Polnischen Medientage in der Hansestadt Stralsund. Sie bieten Medienvertretern von dies und jenseits der Oder Gelegenheit, um in den gegenseitigen Austausch zu aktuellen Themen und zu grundsätzlichen Fragen der Berichterstattung zu treten.
Bei dem diesjährigen Treffen gingen etwa 200 Einladungen an Vertreter von Medien, Politik und aus den Grenzregionen. Für einige Irritationen sorgte nur die Weitläufigkeit des Geländes der Fachhochschule Stralsund, die dann doch den einen oder anderen Gast verunsicherte, ob er denn richtig unterwegs war.

In diesem Jahr stehen die Medientage übrigens unter dem Motto "Ist es Zeit, Europa neu zu denken? Europäische Politik oder Europa der Nationen?" Auch im Detail gibt es an diesen Tagen sicher reichlich aktuell-politischen Gesprächsstoff, wenn man nur an die beiden Gas-Pipelines Nordstream 2 oder Baltic Pipe denkt, die direkt vor der Insel Rügen durch die Pommersche Bucht verlaufen sollen. 

Bis morgen ist die Durchführung von insgesamt sechs Workshops vorgesehen. Hier haben die Teilnehmer dann genügend Möglichkeiten, um über die Herausforderungen dies und jenseits der Oder zu diskutieren. 

Feierlicher Höhepunkt der Medientage ist übrigens die für 18.30 Uhr im Remter des Stralsunder Katharinenkloster vorgesehene 21. Verleihung des Tadeusz-Mazowiecki-Journalistenpreises. Dafür wurden im Vorfeld insgesamt 114 Beiträge für fünf Kategorien eingereicht. Erstmalig in diesem Jahr wurde neben den Kategorien Print, Hörfunk, TV und Journalismus in der Grenzregion, die Kategorie Multimedia/Online ausgelobt. Die Prämierung der besten Preise soll vor dem Hintergrund einer fairen und offenen Berichterstattung erfolgen. Die Festrede der Verleihung wird Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) halten.

Weitere Informationen zu den Polnisch-Deutschen Medientagen

Nachtrag: Der Tadeusz-Mazowiecki-Journalistenpreis, der mit 5.000 EUR dotiert ist, ging am heutigen Abend an die Journalisten Friederike Witthuhn und Peter Schmidt für einen Beitrag über ein deutsch-polnisches Grenzfest in Stolzenburg (heute: Stolec, etwa 14 km westlich von Pölitz). Der eingereichte Film, der auf charmante Art auch nebenbei von der Geschichte des Ortes und von seinem Schloss in Vorpommern erzählt, wurde im Rahmen der Sendung "Nordmagazin-Land und Leute" ausgestrahlt.