Montag, 25. Juni 2018

Kein Sowjetisches Kriegerdenkmal auf dem Zentralfriedhof

Eingang des Zentralfriedhofs von Stettin
Stettin (PA). Entgegen den zunächst zum Anfang des Jahres 2018 bekannt gewordenen Meldungen, dass das sowjetische Kriegerdenkmal "Zu Ehren derer, die für Stettin kämpften" (es handelte sich dabei um ein Denkmal mit dem Relief eines Sowjetsoldaten und dem eines Arbeiters mit den Wappen von Städten, die durch die Rote Armee erobert wurden - Anm. d. Red.) abgebaut und auf dem Zentralfriedhof seinen Platz finden solle, wurde nun bekannt, dass es seinen Platz stattdessen in einem Museum finden würde.

Das sowjetische Kriegerdenkmal, soll eines von etwa 230 Denkmalen und Mahnmalen sein, die in der heutigen Republik Polen mit der Erinnerung an die Rote Armee im zweiten Weltkrieg stehen. Seit dem 21. Oktober 2017 gibt es nun ein Gesetz, dass die Demontage bzw. den Abriß dieser Bauwerke innerhalb eines Jahres vorsieht, wenn es sich dabei um kommunistische oder totalitäre Propaganda handle. Betroffen sind dabei u.a. Erdhügel, Obelisken, Reliefs, Säulen oder Büsten. Ausgenommen sind lediglich Monumente, die sich auf Friedhöfen oder innerhalb von Gedenkstätten befinden und nicht als Architektur-Denkmal gelistet sind. Ursprünglich bezog sich ein Gesetzesverbot nur auf Namen von Straßen, Brücken und Plätze, die mit kommunistischer oder totalitärer Propaganda im Zusammenhang stehen.

Klarheit zu dem Verbleib wird es allerdings erst in den kommenden Monaten geben. Nachdem die Stettiner Stadtverwaltung zunächst von einer Verschrottung sprach und lediglich Teile auf den Znetralfriedhof von Stettin kommen sollten, wurde zwischenzeitlich ein Kontakt nach Kiefheide bei Groß Tychow im Kreis Belgard hergestellt. Hier befindet sich ein Museum des Kalten Krieges, wo auf einem ehemaligen sowjetischen Militärstützpunkt Exponate des Kalten Krieges ausgestellt werden.

Ab dem 18. April 1945 galt Stettin als „Festung“ und sollte gegen die Rote Armee verteidigt werden. Allerdings wurde die pommersche Hauptstadt bereits am 25. April 1945 aufgegeben und am Folgetag von der Roten Armee kampflos eingenommen.