Samstag, 9. Juni 2018

St.-Jakobi-Kirche erhält Kupferdach

St.-Jakobi-Kirche: So soll sich das Bild des Turms ändern (Foto / Fotomontage: PEK / Sebastian Kühl)
Greifswald (PA). Gut Ding will Weile haben. So geht es auch der Greifswalder Jakobikirche mit ihrem Turmdach. Seit über 50 Jahren sollte der Kirchturm ein Kupferdach erhalten. Nun rückt endlich eine Neueindeckung mit einem Kupferdach und eine Turmsanierung in greifbare Nähe.

Möglich ist dies nachdem der Bund eine Unterstützung der Maßnahme mit 350.000,- EUR aus Steuergeldern zugesagt hat. Weitere Mittel werden dafür vom Pommerschen Evangelischen Kirchenkreis (PEK), von Stiftungen, aus Spenden und von der Kirchengemeinde aufgebracht. Am Ende werden für die Instandsetzung allerdings geschätzte 700.000,- EUR investiert werden müssen.

Das die Turmspitze des "Kleinen Jakob", wie die Jakobikirche als eine der drei gotischen Hauptkirchen liebevol genannt wird, so lange warten musste, hat Gründe: Eigentlich hatte der Turm ursprünglich noch einen kleinen Fachwerkaufsatz. Dieser war allerdings 1955 einem Brand zum Opfer gefallen. Zehn Jahre später wurde die Spitze dann mit einer pyramidenförmigen Spitze aus Beton wiederhergestellt und mit einer Mönch-Nonnen-Eindeckung versehen. Die geplante Kupferverkleidung war aus Materialmangel in der DDR nicht umsetzbar. Nun haben sich nach Jahrzehnten auch die Dachziegel gelöst, zudem weist das Mauerwerk erhebliche Schäden auf. Nach Abwägung aller Möglichkeiten zur Sanierung einigte man sich deshalb auf die schon im letzten Jahrhundert favorisierte Lösung, die auch für den Turm eine statische Entlastung bringen wird. Außerdem lassen sich so noch einmal 50.000,- EUR sparen. 

„Das Kupferdach wird ein Blickfang werden und gut zum Dach des benachbarten Doms passen“, hieß es dazu aus dem Kirchengemeinderat. Mit der neuen Kupferspitze bliebe die ebenso bekannte wie beliebte historische Silhouette der Hansestadt erhalten und gleichzeitig wird sie einen dauerhaften und sicheren Schutz für den Turm des „Kleinen Jacob“ ermöglichen, heißt es dazu von Seiten des Pommerschen Evangelischen Kirchenkreises (PEK) in einer Pressemitteilung.

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