Mittwoch, 11. Juli 2018

Ehrenbürgerschaft für Dr. Angela Merkel (CDU)

Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel (CDU) am 28. juni 2018 (Foto: Deutscher Bundestag / Achim Melde)
Berlin / Rügen (PA). Für die direkt gewählte Abgeordnete des Bundestagswahlkreises 15 und Bundeskanzlerin, Dr. Angela Merkel (CDU), ist nun das Ansinnen der Verleihung einer ersten Ehrenbürgerschaft bekannt geworden.

Die Stadt Templin, wo Angela Merkel seit 1957 aufwuchs, will so die jahrelange Arbeit in einer bewegten Welt ehren - wie es in einer entsprechenden Begründung für einen Antrag, der von allen Fraktionen getragen wurde, heißt. Ende Juni 2018 stimmten nun 20 Stadtvertreter für die Verleihung der Ehrenbürgerschaft an Angela Merkel, sechs votierten dagegen und drei enthielten sich. In der Kritik stand u.a. der Zeitpunkt der Würdigung. Den Vorschlag zur Verleihung einer Ehrenbürgerschaftgab gibt es in Templin bereits seit 2016. Nun habe man aber "grünes Licht" vom Kanzleramt bekommen, dass Angela Merkel die Ehrung auch annehmen würde, so ein Bericht in einem lokalen Medium. Die Entgegennahme der Urkunde und die Eintragung in das Goldene Buch der Stadt sollen im Herbst 2018 erfolgen.

Die Verleihung einer Ehrenbürgerschaft war auch schon einmal in ihrem Bundestagswahlkreis 15 (Vorpommern-Rügen - Vorpommern-Greifswald I) im Gespräch. Im November 2015 gab es einen entsprechenden Vorschlag durch Oberbürgermeister Dr. Alexander Badrow (CDU). Zur Begründung hieß es damals u.a. in dem Antrag, dass sich Angela Merkel „in herausragender Weise, mit Courage und großem Interesse für das Wachsen, Wohl und Werden der Hansestadt Stralsund eingesetzt“ hat. Seit nunmehr 25 Jahren begleite und befördere sie als Bundestagsabgeordnete die Geschicke ihres Wahlkreises. Sie habe frühzeitig die politischen Weichen gestellt, „damit Stralsund die Stürme der Wendezeit ohne Schiffbruch überstehen und schnell in ruhigeres Fahrwasser gelangen konnte“. 

Bereits zum Bekanntwerden des damaligen Vorstosses hielten SPD und Grüne den Zeitpunkt für unglücklich. Begründet wurde dies durch Jürgen Suhr, Fraktionschef der Grünen so: „Schließlich soll mit einer Ehrenbürgerschaft eine Lebensleistung gewürdigt werden, und Frau Merkel hat sich noch nicht einmal zum Zeitpunkt ihres Abschieds aus ihren politischen Ämtern geäußert.“ Im Anschluß wurde der Antrag ohne Begründung damals wieder von der Tagesordnung genommen.

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