Freitag, 6. Juli 2018

"Gärten sind unser Leben"

Frau Karin Reichert erläutert die Vorschläge
 Ein Beitrag von Norbert Dahms

Um ihrem Anliegen zum Erhalt der Gärten noch einmal Nachdruck zu verleihen hatte die Bürgerinitiative "Grüner Wedding" am gestrigen Abend zu 17:30 Uhr alle Stadtvertreter und den Geschäftsführer der städtische WoGeSa, Herrn Adelsberger, zu einer offenen Gesprächsrunde eingeladen.

Neben etwa 25 Bürgern und einigen Pressevertreteren, sind der Einladung mit Gerd Löffler (SPD), ein sachkundiger Bürger, sowie 4 Stadtvertrter - Norbert Benedict (SPD), Norbert Thomas (CDU), Dorothea Holtz (Die Linke) und Sandro Witt (CDU) - gefolgt. Auf großen Tafeln waren die von der Bürgerinitiative erstellten drei eigenen Vorschläge zur Gestaltung der Flächen der WoGeSa ausgestellt. Petra Lorenz brachte es auf den Punkt: 

"Die Gärten sind wie Tankstellen, um sich nach der Arbeit zu erholen. Es hängen soviele Erinnerungen mit unseren Kindern daran und nun spielen hier auch unsere Enkel." 

Mit ihren Argumenten und ihrer Härtnäckigkeit haben die Bürger vom Wedding es geschafft die ganze Aufmerksamkeit der Stadtvertreter zu bekommen. Die Nachbarin Katharina Sichtling ergriff das Wort, um die Vorzüge dieses erhaltenswerten Kleinods hervorzuheben - als Ort des Rückzuges aber auch der Begegnung. Die Anwesenden konnten sich so vor Ort nochmals ein Bild über den Zustand der gepflegten Gärten machen und sich den Argumenten der Gärtner nicht verschließen. Franktionsübergreifend scheint eine Einigung greifbar nahe.

Argumente und einer der Vorschläge
 Hier einige Zitate:

"Was nützt es der Stadt eine Gemeinschaftsanlage zu errichten?... Wir sind für die Bürger da."
Dorthea Holtz (Die Linke)

"Ich bin für den Erhalt der Gärten zu 100%."
Norbert Benedict (SPD)

"Ich verspreche als Mitglied des Aufsichtsrats der WoGeSa, daß dieses Anliegen in den Aufsichtsrat gebracht wird." 
Norbert Thomas (CDU)

"Ich finde es entsetzlich, daß die Leute, welche für den Umbau des Gartengeländes sind, heute abend leider nicht anwesend sind." Gerd Löffler (SPD)

"Wir sind damals nicht richtig informiert worden. Deshalb sollte es nochmals im Ausschuß neu diskutiert werden." Sandro Witt (CDU)

Am gestrigen Abend fand eine wirkliche kleine "Revolution" in der Stadt Sassnitzer statt: Stadtvertreter und Bürger diskutierten auf dem Boden der Tatsachen sachlich miteinander und finden nun hoffentlich zu einer annehmbaren Kompromißlösung. Manuela Maas unterstrich dabei die Kompromißbereitschaft der Bürger:

"Die WoGeSa bekommt ihre Parkflächen und wir Bürger behalten unsere Gärten."

Ein herzlicher Dank der Bürgerinitiative "Grüner Wedding" geht an die Regionale Schule Sassnitz für die leihweise Bereitstellung der Schultafeln, so Manuela Maas abschließend zu uns.