Donnerstag, 12. Juli 2018

Schietwetter? Ein Tierpark für Rüganer & ihre Gäste

Begrüßung am Eingang durch eine der zahlreichen Skulturen des Tierparks
Stralsund (PA). An Tagen mit "Schietwetter" rückt auch die Hansestadt Stralsund immer stärker in den Blickpunkt der Insel. Schließlich kann man hier einen Einkauf auch mit dem Besuch im Tierpark Stralsund verbinden. Und der hat am Strelasund eine lange Tradition...
Bereits vor 90 Jahren gründete der Stralsunder Biologie-Lehrer Dr. Frido Schmidt den "Tiergartenverein Stralsund". Was damals mit einem Wildgehege und vielen Spenden begann, fand nach dem zweiten Weltkrieg eine erfolgreiche Fortsetzung, so dass 1959 die Bürger den Stralsunder Stadtrat von der Idee zu einem Tierpark überzeugen konnten. Und der hat sich seither kräftig entwickelt. Eingebettet in eine "Grüne Lunge" für Stralsund haben hier etwa 900 Tiere eine Heimat gefunden. Dabei sind fast die Hälfte der 150 Tierarten als Haustierrassen bekannt. Dennoch dürften viele der vor allem kleinen Besucher, die an diesen trüben Sommertagen den Tiergarten bevölkern, diese oftmals nur aus dem Fernsehen kennen. Aber: Dieser Tag wird auch das wieder ändern.

Der Löwe - der "König der Tiere" beobachtet die kleinen und großen Gäste wohlwollend
Ein Rundweg ist für Kinder zudem eine kleine Entdeckungsreise über die Kontinente der Welt: Ob Bisons, Kängerus oder Löwen - für viele ist es mit Sicherheit der erste direkte "Kontakt" zu Tieren dieser Art. Und weil auch in einem Tiergarten die Wege bisweilen für kurze Beine lang werden können, ist man darauf bereits eingestellt: So kann ein praktischer Bollerwagen Papa und Mama auch hier entlasten. Das kann vor allem von Bedeutung sein, wenn man mal kurzzeitig die Orientierung auf dem weitläufigen Areal verloren hat und nur ein Hinweis von den freundlichen und hilfsbereiten Pflegern wieder auf den richtigen Weg zurück führt.

Auch Vogelarten sind im Stralsunder Tiergarten zu Hause
Die Anlage ist übrigens so angelegt, dass man nach einem ersten Raundgang das andere Ende des Tierparks erreicht. Hier besteht dann die Gelegenheit eine kleine Stärkung einzunehmen. Die bietet was Klein und Groß erwarten und das zudem in einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis. Daneben laden noch zahlreiche Spielgeräte zu einer Abwechslung für die kleinen Gäste ein. Auf Nachfrage erhält man auch die Information, dass hier auch die Tierparkfeste gefeiert werden. Dies kann man sich gut vorstellen, denn alles ist großzügig bemessen.

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Erstaunlich: Schon auf dem Weg zur Festwiese können einem ein paar Gänse begegnen. Sie scheinen das beste Besipiel des Tierparks zu sein, dass hier der direkte Kontakt mit den Tieren gewünscht. Und so wundert es auch nicht, dass die jüngsten Zicklein nach dem "Ausbüxen" schon die Gäste an ihrem Gehege empfangen. Gastgeschenke? Auch da hat man beim Stralsunder Tiergarten vorgesorgt. Schon am Eingang erhalten Besucher die Möglichkeit der Mitnahme von Tiernahrung für die Ziegen. Und um darauf zurückzukommen: Auch diese ihrerseits sind bestens auf einen Besuch eingestellt. Sobald man ein Streichelgehege betritt, bilden sich Trauben um den Gast - gleiches passiert auch davor.
Bei den Ziegen: Auf Besuch der Gäste bestens eingestellt...
Überhaupt erstaunt, wie viele Tiere sich auch hier an den Gehegen oder Wegen frei bewegen. Das dies abhängig von Tierart ist, lässt sich denken. Aber: Der Kontakt zwischen Tieren und Besuchern ist offensichtlich Teil des Konzepts und wird auch entsprechend angenommen. Ausserdem lässt das natürliche Umfeld von Staudenquartieren und Gehölzen für einige der Tierarten großzügigen Raum. Dabei bewegt man sich - wie schon einleitend angedeutet - zwischen Bauernhof und Dschungel. Und noch etwas bedarf vielleicht der Erwähnung: Hier gibt es auch einen fantastischen Bauerngarten. Von dort kann man auch bereits die "Mahnkesche Mühle" sehen, die auf dem Gelände des Tiergartens rekonstruiert wurde und einen echten Gewinn darstellt.

Die "Mahnkesche Mühle" ist vom Bauerngarten aus zu sehen...
Hier wird auch die Famile Mahnke und die Geschichte der Mühle und des damit verbundenen Handwerks nachgeszeichnet. Auch die Umsetzung der Mühle und ihr Wiederaufbau wären sicher eine eigene Betrachtung wert, ist sie doch damit auch ein Teil unserer eigenen Kulturgeschichte und erweitert den Rahmen eines Tierparks sicher auf eine ungewöhnliche Weise. 

Blick in das Innere der Mühle mit der Dratsellung der Geschichte und einem Modell